Erstellt von Marcus | 03.08.2019
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Parkett und Laminat sind die bevorzugten Fußbodenbeläge, wenn es um eine gehobene Wohnkultur geht. Aus Vollholz oder mit dekorativer Holzstruktur...

Parkett und Laminat sind die bevorzugten Fußbodenbeläge, wenn es um eine gehobene Wohnkultur geht. Aus Vollholz oder mit dekorativer Holzstruktur stehen Bodenbeläge aus Holz und Bodenbeläge aus Laminat für ein angenehmes Wohngefühl.
Welche Unterschiede gibt es und was gibt es beim Kauf zu beachten? Wir haben uns näher mit den beiden Fußbodenbelägen beschäftigt.

Parkett oder Laminat - Welche Unterschiede gibt es?

Laminat lässt sich mit etwas Geschick und dem passenden Werkzeug in Eigenregie verlegen, während das Verlegen von Holzboden mehr Fachkenntnis erfordert.
Parkett ist aus echtem Holz gefertigt. Deshalb ist es preislich viel teurer als Laminat. Einmal als Bodenbelag verlegt, ist der Boden über viele Generationen haltbar, denn die Oberfläche von Massivholzparkett kann immer wieder abgeschliffen und neu versiegelt werden. Andere Bezeichnungen für Parkett sind Massivparkett, Zweischicht- oder Dreischichtparkett (Fertigparkett). Während früher einzelne Holzstückchen in kunstvollen Mustern aneinandergesetzt wurden (Massivholzparkett), werden heute einzelne Parkettstäbe mit Estrich verklebt und erst danach abgeschliffen. Je nach Dicke des Holzes ist das Abschleifen bei Beschädigungen wieder und wieder möglich.
Bei einer Dicke von vier Millimetern kann der Boden mindestens zweimal abgeschliffen werden. Massivholzparkett muss nach dem Verlegen mit Heißwachs, Lack oder Öl versiegelt werden. Klickparkett bezeichnet ein zwei- oder dreischichtiges Parkett. Die fertigen Parkettstücke besitzen Nut und Feder und werden ähnlich wie bei Laminat aneinander geklickt. Der Unterbau unter der Holzschicht besteht aus einer Span- oder Faserplatte als Trägerschicht und einem Gegenzugfurnier. Das Parkett ist fertig versiegelt. Es hat den Vorteil, dass es schon fertig behandelt ins Haus kommt. Emissionen sind bereits ausgegast.

Laminat sieht wie Holz aus, ist aber kein Holz. Seine Oberfläche besteht aus Melaminharz, das auf ein Papier mit Holzoptik aufgebracht wird. Das Dekopapier liegt wiederum auf einer Trägerplatte aus MDF. Alle Schichten werden unter hohem Druck zusammengepresst. Gutes Laminat ist heute fast nicht mehr von echtem Holzparkett zu unterscheiden. Es ist fast jede Optik möglich, was bei echtem Holz ein Vermögen kostet.
Je dicker das Laminat ist, umso strapazierfähiger und teurer ist der Laminatbelag. Er ist eine günstige Alternative zu Holzparkett.

Die Vorteile und Nachteile von Parkett

Ein Bodenbelag mit Holzstruktur verleiht dem Raum ein ganz anderes Raumklima. Das Holz nimmt Luftfeuchtigkeit auf und gibt sie bei Bedarf wieder ab. Parkett gilt als elastisch. Es tut den Füßen gut und es lädt sich nicht elektrostatisch auf. Staub und Schmutz bleiben nicht auf der Oberfläche haften, sondern sind eher in den Ecken vom Zimmer zu finden.

Bei der Herstellung von Holzparkett wird in der Regel hartes Holz ausgewählt. Holzparkett gilt als fußwarm, eine Eigenschaft, die Laminat völlig fehlt. Für eine Fußbodenheizung ist Holz wegen der guten Wärmeisolation nicht die erste Wahl. Der Holzboden gilt als unempfindlich, zeitlos und pflegeleicht. Nach dem Abschleifen und mit einer neuen Versiegelung sieht die Holzstruktur wie neu aus.

Echtholzparkett erhöht den Wert einer Immobilie

Holz ist ein ökologischer Fußbodenbelag. Er besteht aus nachwachsenden Rohstoffen und kann später komplett recycelt werden. Bei Qualität Made in Germany werden die Transportwege kurz gehalten. Parkett legen ist eine Investition fürs Leben.
  • jeder einzelne Holzstab hat seinen eigenen Charakter
  • es entsteht einzigartige Optik
  • warmes Erscheinungsbild
  • lädt sich nicht elektrostatisch auf
  • regelt das Raumklima
  • die Anschaffung ist kostenintensiv

Arten von Parkettboden

Fertigparkett kann als Stäbchen, als Intarsien-, Flecht- oder als Fischgrätmuster verlegt werden. Ob du dich für einschichtiges Parkett aus Vollholz oder für mehrschichtiges Parkett aus Fertigparkett entscheidest, hängt vom Budget ab. Vollholzparkett ist hochwertiger und kann öfter abgeschliffen werden als Schichtparkett. Massivparkett hat in der Regel eine Stärke zwischen 8 mm und 22 mm. Das fertige Klickparkett ist 10 mm bis 22 mm stark.

Bei Holz hast du die Auswahl zwischen Kernholz und Stammholz mit unterschiedlichen Strukturen. Selbst wenn das Holz vom gleichen Baum kommt, können sich Farbe und Struktur unterscheiden. Je nach Wunsch erzielen Sie eine eher ruhige oder eine rustikal wirkende Oberfläche.
Parkett kaufen mit Astlöchern wirkt immer lebhafter als ohne. Auch die Verlegerichtung und der Lichteinfall haben einen Einfluss auf die Wirkung des Parkettbodens.

Vorteile und Nachteile von Laminatboden

Laminat gilt als preisliche Alternative zu Parkett. Besonders in Mietwohnungen ist Laminat eine bessere Entscheidung. Es ist belastbarer als Korkboden und optisch ansprechender als PVC-Boden. Modernes Laminat kann auf den ersten Blick nicht von Parkett unterschieden werden. Die Stärke des Laminats hängt vom Preis ab.
Dünnes Laminat ist nicht so abriebfest wie dickeres Laminat. Mit hochwertigen Laminat ist es möglich, die Holzmaserung aufwendig nachzugestalten. Die Versiegelung ist mit feinen Rillen in der Oberfläche echtem Holz nachempfunden. Die Dekorvielfalt von Laminat ist unendlich. Helle und dunkle Holzoptik, Farbverläufe und Maserungen werden authentisch kopiert.

Für versiegeltes Klicklaminat ist eine Dielenoptik mit langen Brettern, mit grafischen Formen und in Retro-Muster erhältlich. Die Oberflächen sind glatt oder strukturiert, sodass sich Laminat wie echtes Holz anfühlt. Für Badezimmer ist spezielles Feuchtraum-Laminat erhältlich, denn Laminat ist empfindlich gegenüber Nässe. Es darf nicht zu feucht gewischt werden, weil die Trägerschicht sonst aufquellen kann. Scharfe und scheuernde Putzmittel sind tabu. Erde und Steine hinterlassen auf der Oberfläche von Laminatboden unschöne Kratzer. Stark beanspruchte Bereiche, wie unter dem Schreibtischstuhl, können mit einer transparenten Schutzmatte geschützt werden.
  • preisgünstiger
  • viele Dekore
  • Oberfläche empfindlich gegen Feuchtigkeit und Kratzer
  • extra Laminat für Feuchträume
  • gute Alternative für Mietwohnungen
  • durch Nut und Feder Klicktechnik einfach zu verlegen

Parkett vs. Laminat

Schäden an Laminat lassen sich nur begrenzt ausbessern. Dafür sind Reparatur-Kits erhältlich. Die Parkettfläche wird dagegen bei einem Schaden abgeschliffen und neu versiegelt. Laminat lässt sich auf fast allen Untergründen und sogar auf Teppichboden verlegen. Es braucht mit seiner harten Oberfläche unbedingt eine Trittschalldämmung.

Parkettfläche erfordert in der Regel eine schwimmende Verlegung, ohne das direkte Verkleben mit dem Boden. Allerdings ist ein schwimmend verlegter Parkettboden durch die minimale Luftschicht immer lauter als ein verklebter Boden.
Bei einer Fußbodenheizung ist eine schwimmende Verlegung nicht angebracht. Das Parkett sollte für die bessere Leitfähigkeit der Wärme besser verklebt werden. Der Untergrund muss immer eben sein, damit der Boden später nicht knarzt.
Bei Laminat liegen für eine Fußbodenheizung keine Einschränkungen vor. Beide Bodenbeläge sind empfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Sie dürfen nur nebelfeucht gewischt werden. Bei Parkettboden und bei Laminat benötigen Sie Sockelleisten für den Abschluss an der Wand. Hinter festen oder flexiblen Sockelleisten können Sie lästige Kabel verstecken. Verlegen Sie Laminat und Klickparkett so, dass das Material arbeiten kann.

Neue Dekore von Laminat

Mit Hilfe digitaler Druckverfahren gibt es Laminat mit Holzstruktur, mit der Oberfläche von Vinylboden oder Korkboden und als Imitat von Fliesen oder Terrakotta-Böden. Spezielle Beschichtungen sollen verhindern, dass sich Laminat elektrostatisch auflädt. Der Trend geht zu Laminat in Dielenoptik mit langen Holzbrettern mit dunkler Färbung. Durch das Klicksystem werden die einzelnen Bretter so fest verbunden, dass keine Fugen mehr zu sehen sind. Wegen dem Verschnitt, sollten beim Kauf rund zehn Prozent auf die ermittelten Quadratmeter aufgeschlagen werden.

Parkettpflege und Laminatpflege

Staubsaugen ist immer besser als das Fegen mit einem weichen Besen. Beide Bodenbeläge haben eine harte Oberfläche, sodass der Schmutz gut abgesaugt werden kann. Eine Parkettdüse ist nicht unbedingt erforderlich. Jeder Staubsauger besitzt eine Universaldüse, die für Teppich und Hartböden geeignet ist. Ein Borstenkranz sorgt in der Stellung "Hartboden" dafür, dass die Düse nicht über den Boden kratzt. Klares Wasser reicht für die Beseitigung von leichtem Schmutz aus. Wichtig ist dabei, dass du den Lappen sehr gut auswringst.
Nebelfeucht bedeutet, dass der Boden nach drei bis fünf Minuten trocken ist.

Parkettpflegemittel enthalten Wachse und Öle, die den Parkettboden pflegen. Auf Laminat angewendet erzeugen sie eher Schlieren, genauso wie Bohnerwachs und Schmierseife. Für Laminatboden sind Reiniger ohne Wachse erhältlich. Ein Neutralreiniger reicht aber auch.

Parkett kaufen

Die Produktvielfalt bei Parketts kaufen liest sich so abenteuerlich wie geräucherte Eiche mit Astmaserung oder gebürstete Buche in Vintage-Optik.

 Parkett oder doch Laminat? Hier gezeigt: Stäbchenparkett © Wohnen-Heimwerken.de

Parkett oder doch Laminat? Hier gezeigt: Stäbchenparkett

Infrage kommende Arten von Parkett sind:
  • Stabparkett
  • Mosaikparkett
  • Massivdielen
  • Industrieparkett
  • Lamparkett
  • Hochkantlamellenparkett
  • ein Korkboden aus Korkparkett
Parkettarten für 2-Schicht fertiges Parkett sind:
  • Einzelstab
  • 2-Stab
  • Maxistab
  • Landhausdiele
Die Sorten von Parkett und Klickparkett unterscheiden sich in der Länge. Einzelstab ist bis 700 mm lang. Maxistab hat eine Länge bis 1000 mm und Landhausdiele hat eine Länge bis 1800 mm.

Dreischicht Fertigparkett unterscheidet sich in die Parkettarten:
  • 3-Stab Schiffsboden
  • 2-Stab Schiffsboden
  • Landhausdielen mit einer Länge von 1 bis 2 Meter
Achten Sie beim Parkettboden kaufen auf das europaweite Siegel Real Wood. Es deklariert Echtholz Bodenbeläge gegenüber anderen Bodenbelägen aus Laminat oder Vinylboden. Prüfen Sie mit einem Verlegemuster, ob der Raum mit dem Boden größer, breiter oder schmäler wirkt.

Beliebte Verlegemuster sind Kassette, Flechtmuster, Altdeutscher Verband, Tafel, Leiter, Diagonalverband und Fischgrät. Aufsteigende Feuchtigkeit wird mit einer PE-Folie unterbunden. Eine Trittschalldämmung zur Dämmung der Trittgeräusche wird als Unterlage empfohlen.

Welche Sockelleisten für Parkett?

Die Sockelleisten verstecken die Dehnungsfugen des Holzbodens. Sie dienen zur Hinterlüftung von Möbeln und schützen die Wand vor Feuchtigkeit beim Parkett pflegen. Mit der richtigen Sockelleiste Ton in Ton mit der Wandfarbe können Sie Wände optisch verlängern. Hat die Sockelleiste eine andere Farbe wie die Wand, dann wirkt die Wandfläche wie ein eingerahmtes Bild. Der Abschluss des Fußbodens kann mit Clips oder mit einer Klick-Funktionsleiste befestigt werden. Die Breite der Leisten richtet sich nach der Raumhöhe.
Nach bestem Wissen und Gewissen.
Sonnige Grüße, dein Marcus

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