Erstellt von Marcus | 16.05.2019
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Solarlampen kennen wir wohl alle. Ob im Garten, am Haus, Balkon oder auf der Fensterbank. Verschiedene Lampen habe ich auseinandergenommen - hier alle Details darüber.

Inhaltsverzeichnis:In dieser kleinen Themen-Serie schaue ich mir verschiedene Geräte von innen an. So offenbaren sich Details fürs selber bauen, reparieren oder verbessern. Viel Spaß beim lesen und nachmachen.

 LED Solar Gartenlampen: Aufgeschraubt  Unsere drei Kandidaten, die ich aufschraube und mal das innere begutachte. Was bekommt man für sein Geld? © Wohnen-Heimwerken.de

LED Solar Gartenlampen: Aufgeschraubt
Unsere drei Kandidaten, die ich aufschraube und mal das innere begutachte. Was bekommt man für sein Geld?

Hier einige schöne Solar Gartenlampen. Diese werden jedoch nicht in diesem Beitrag auseinander genommen.




Qualität und Quantität

Im Frühjahr geht es wieder los. Solar Gartenleuchten sind vermehrt im Angebot, Baumärkte und Discounter füllen sich mit den kleinen Pfennigartikeln.
Was sollte eine gute Solar LED Leuchte denn kosten? 1 Euro? 5 Euro? In jedem Fall sind die meisten billigen Lampen oft nur für eine oder zwei Gartensaisons gedacht. Danach sind die winzigen Kabel korrodiert, der Akku kaputt oder andere Schäden durch Wasser entstanden. Ja, wie kann man auch hochwertiges oft für 1 Euro im Einzelhandel (die noch einiges daran verdienen müssen) erwarten?

Das trägt nicht dem Umweltschutz bei und jeder der seinen Garten so naturnah wie möglich gestaltet, sollte auch hier auf Qualität setzen und lieber weniger, dafür hochwertige Produkte kaufen. Weiter unten siehst du auch nochmal warum.

Nachfolgend habe ich mir 3 meiner Garten LED Lampen angeschaut und natürlich auch aufgeschraubt.

Die Testprodukte: 3 verschiedene Gartenlampen

Bevor wir ans aufschrauben gehen, hier ein paar Eckdaten meiner Kandidaten. Vorweg: Alle Lampen standen in meinem Garten in recht flachem Gras ohne Regenschutz. Schnee haben diese jedoch nie gesehen, da sie im späten Herbst frostfrei in der Wohnung gelagert wurden.
Im ersten Bild siehst du, um welche Lampe es jeweils geht.

Solarlampe 1:
Hat 95 Cent gekostet und schaltet sich automatisch bei Dunkelheit ein. Hat die erste Saison in meinem Garten überstanden! 12 Stück hatte ich davon, 7 funktionieren noch zum Beginn der 3. Saison noch.

Solarlampe 2:
Die nächste war dreimal so teuer, also etwa 3 Euro. Optisch ist das Plastikglas von der Sonne bereits sehr Matt geworden. Von dieser Lampe hatte ich 4 Stück gekauft. Zwei davon haben die 3. Saison überstanden. Eine davon ist aber nur noch zu gebrauchen, da alle anderen starken Rost im inneren angesetzt haben. Die andere funktionierende flackert ab und an - deutet auf den Kontakt vom Schalter hin.

Solarlampe 3:
Normalpreis bei der teuersten wäre etwa 16 Euro. Da diese im Angebot war, hat sie mich nur 8 Euro gekostet. Davon habe ich 8 Stück. Diese waren jedoch noch nicht eine volle Saison im Garten, sodass ich hier erst in einem oder zwei Jahren ein Fazit ziehen kann - trotzdem habe ich diese aufgeschraubt und mal geschaut, welche Vorteile diese gegenüber den billigeren beinhaltet.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass alle Lampen in China hergestellt wurden. Das finde ich nicht schlimm, gibt es doch auch viele gute Produkte von dort und die meisten (deutschen) Hersteller lassen dort produzieren. Mein Smartphone und 3D Drucker sind China-Billigprodukte und können meiner Meinung nach mit den oft drei- bis viermal so teuren Markenprodukten mithalten.
Beim Preis sieht man schon das Herstellungsland, bevor man das Made in China Logo entdeckt. Aber auch teure Produkte werden oft drüben gefertigt, bekommen neben dem Made in China jedoch auch eine deutsche Adresse auf dem Etikett - und damit wird oft auch geworben. Ab einem gewissen Punkt sieht man aber die Einsparungen - das zeigen auch die Gartenlampen.

Jetzt wird aber geschraubt!

Aufgeschraubt: Technik der drei Gartenlampen untersucht

Solarlampe 1:
Unsere günstigste mit 50% Ausfallquote nach einer 8-monatigen Garten-Sommersaison im Detail.

 Solarlampe 1: Die Schaltung im inneren  Den Akku habe ich für die bessere Sicht ausgebaut. Verbaut war hier ein kleiner 300mAh 2/3 AAA Akku. © Wohnen-Heimwerken.de

Solarlampe 1: Die Schaltung im inneren
Den Akku habe ich für die bessere Sicht ausgebaut. Verbaut war hier ein kleiner 300mAh 2/3 AAA Akku.

Der Rost hält sich in Grenzen und dafür das es hier die billigste Lampe ist, hat diese einen ordentlichen 300mAh Akku. Da nur eine LED verbaut ist, finde ich das super. Den Rest kannst du den Bildern entnehmen.

Solarlampe 2:
Diese hat etwa 3 Euro gekostet und hat eine etwas andere Form, als man so kennt. Optisch hübsch im Kupfer-Look gehalten. Der AAA Akku hat jedoch nur 100mAh. Zwar ist auch hier nur eine LED verbaut, aber früh leuchtet die meist nicht mehr. Als Einfahrtbeleuchtung, wer zeitig früh los macht, eher nicht geeignet. Hier müsste man nachrüsten. Lohnt sich aber kaum, denn nach der 3. Saison ist nur noch eine der 4 zu gebrauchen.

 Solar Gartenlampe 2: Platine  Starke Korrosion. Jedoch war diese auch drei Sommersaisons draußen. Den kleinen 100mAh AAA Akku habe ich zur besseren Sicht entfernt. © Wohnen-Heimwerken.de

Solar Gartenlampe 2: Platine
Starke Korrosion. Jedoch war diese auch drei Sommersaisons draußen. Den kleinen 100mAh AAA Akku habe ich zur besseren Sicht entfernt.

 Solarlampe 2: Platine von der Oberseite  Die Platine war mit einer Schraube gesichert. Dreht man diese rum, erkennt man das Schadensbild. Der Vierbeinige IC hat, ebenso wie Schalter und LED starken Rost angesetzt. Die LED flackert, da der Schalter zu stark verrostet ist. © Wohnen-Heimwerken.de

Solarlampe 2: Platine von der Oberseite
Die Platine war mit einer Schraube gesichert. Dreht man diese rum, erkennt man das Schadensbild. Der Vierbeinige IC hat, ebenso wie Schalter und LED starken Rost angesetzt. Die LED flackert, da der Schalter zu stark verrostet ist.

Solarlampe 3:
Die war schon recht teuer. Bei dieser sieht man aber, warum das so ist. Auch wenn dieser Typ Kokolores, Solarmodul und LEDs strahlen nach oben, so ist sie gut verarbeitet. Das polierte Edelstahl macht einen guten Eindruck. Das Plastikglas ist sehr sauber verarbeitet und das innere aufgeräumt. Die beiden Chips auf der Oberseite sind mit den Solarmodulen vergossen.
Im oberen Glas, sowie der Abnehmbare Boden, sind beide mit Gummidichtungen Isoliert. Der Schalter hat an der Gehäuseunterseite einen Gummi. Alles in allem wird diese wohl nicht so schnell Rost ansetzen.
Nachteilig ist der Akku. 600mAh erachte ich als zu wenig für die 4 hellen weißen LEDs. Aber verbaut man einen größeren Akku, sind die Solarmodule nicht mehr ausreichend dimensioniert.
Du bekommst zwar eine ordentliche Lampe, aber alles wurde gerade so knapp wie möglich dimensioniert. Außer an Plastik, damit wird kaum gespart.

 Solar LED 3: Aufgeräumtes innere  Hier siehst du keine Platine, denn es gibt nicht wirklich eine. Der Chip ist auf der Oberseite (nachfolgendes Bild) verbaut. Der Tastschalter macht einen guten Eindruck und ein Gummi schützt vor Feuchtigkeit. © Wohnen-Heimwerken.de

Solar LED 3: Aufgeräumtes innere
Hier siehst du keine Platine, denn es gibt nicht wirklich eine. Der Chip ist auf der Oberseite (nachfolgendes Bild) verbaut. Der Tastschalter macht einen guten Eindruck und ein Gummi schützt vor Feuchtigkeit.

 Solar LED 3: Oberseite mit Chip, allen Bauteilen und mehr  Die wesentlichen Bauteile befinden sich auf der Oberseite. Solarzellen, die beiden IC Chips und die vier LEDs in SMD Form. Gut ist, dass das Plastikschutzglas auch oben mit einem Gummiring gegen Wasser Schutz bietet. © Wohnen-Heimwerken.de

Solar LED 3: Oberseite mit Chip, allen Bauteilen und mehr
Die wesentlichen Bauteile befinden sich auf der Oberseite. Solarzellen, die beiden IC Chips und die vier LEDs in SMD Form. Gut ist, dass das Plastikschutzglas auch oben mit einem Gummiring gegen Wasser Schutz bietet.

Nachfolgend ein paar andere Gartenlampen. Das eine Set ähnelt meiner erst genannten LED.






Reparatur von Solarlampen und richtige Lagerung

Im Winter sollten die Lampen in einem frostfreien Raum gelagert werden. Wichtig dabei ist, sie sollten vollständig aufgeladen werden, um den oftmals kleinen Ni-MH Akku zu schonen.

Die meisten meiner Lampen haben Korrosion. Entweder die Beinchen der LED oder der Schalter ist verrostet. Eine Reparatur - kann man machen. Eine LED ist schnell gewechselt, wenn diese noch lange Beinchen hat. Chip-LEDs sind eher nicht so einfach wechselbar.
Bei LEDs wo der Schalter verrostet war, habe ich diesen einfach mit einem Lötpunkt auf der Platine überbrückt. Wichtig hierbei ist, dass zum Ende der Gartensaison, also beim einlagern der LED Lampe, der Akku entfernt werden sollte. Andernfalls leuchtet die Gartenlampe bis der Akku leer ist, liegt einige Monate rum und in der nächsten Saison könnte der Akku einfach kaputt sein.

Meine Lampen hole ich am Ende der Saison in die Wohnung, schraube diese auf und, insofern der Akku ausbaubar ist, lade ich diesen mit einem Akkuladegerät auf. Beachte das viele Ladegeräte nicht für 2/3 AAA bzw. für kleinere als AAA gedacht sind. Mit etwas bastelei geht das aber (Kontaktbrücke, ich nutze dafür meist einen Akkuschrauber-Bit).
Nach bestem Wissen und Gewissen.
Sonnige Grüße, dein Marcus

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