Erstellt von Marcus | 27.06.2019
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Zu den wichtigsten Dingen, die jeder von uns dauerhaft benötigt, ist Essen und Trinken. Was passiert im Krisenfall: Kein Geschäft hat geöffnet oder du befindest dich abseits einer Stadt oder anderer Menschen? Lösungsversuche.

Not hat schon immer erfinderisch gemacht und durch Adrenalin ist unser Körper im Stande, unbekanntes Potential zu entfachen. In Notsituationen gibt uns unserer Körper die letzte Power und auch das Gehirn geht in den Überlebensmodus - wir werden kreativ.

Notsituationen treten öfters ein, als man denkt. Hier soll es nun aber um die Nahrung gehen. Essen und Trinken, im Falle einer Krise.

 Überleben: Essen und Trinken, haltbar machen, Wasser  Kleiner Ausschnitt meiner Notration für ca. 2 Wochen. Notvorrat geht nur daheim - hier geht es nun auch darum, wie du Nahrung haltbar machst, Wasser findest und aufbereitest. © Wohnen-Heimwerken.de

Überleben: Essen und Trinken, haltbar machen, Wasser
Kleiner Ausschnitt meiner Notration für ca. 2 Wochen. Notvorrat geht nur daheim - hier geht es nun auch darum, wie du Nahrung haltbar machst, Wasser findest und aufbereitest.

Inhaltsverzeichnis:
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Im letzten Beitrag hatten wir uns bereits mit Strom im Krisenfall beschäftigt. Nun geht es um das wirklich Lebensnotwendigste: die Nahrung!

Notvorrat: Lange Haltbarkeit

Es ist nie verkehrt, einen Notvorrat anzulegen und die wichtigsten Dinge, die vor allem satt machen, da zu haben. Gehen wir vom Krisenfall Krieg oder zusammenbrechen der Wirtschaft aus, wird es schwer Monate mit dem Heimvorrat zu überbrücken. Es gibt einige Dinge, die sehr lange haltbar sind. Wichtig ist das einteilen der Nahrung. Mit 50% weniger Essen kommt man dann doppelt so lange mit den Vorräten aus.

Lange Haltbarkeit hat meist trockene oder in Plastik eingeschweiste Nahrung. Achte im Supermarkt genauer auf das Mindesthaltbarkeitsdatum und auch auf die Lagerung. Es nützt keine 2 Jahre Haltbarkeit, wenn es nur gekühlt oder gar tiefgefroren aufbewart werden muss. Im Falle eines Stromausfalls wird die Haltbarkeit rasch herunter gehen.

Dinge mit langer Haltbarkeit (ohne Kühlung) - ideal für den Notvorrat:
  • Haferflocken: Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) mit 2 Jahren angegeben. Kann mit Wasser oder Milch, warm oder kalt gegessen werden
  • Trockenreis: Auch mit 2 Jahren MHD. Reis muss hingegen gekocht werden
  • Nudeln: Ebenfalls mind. 2 Jahre haltbar und sehr günstig.
  • Dosennahrung: Oft 3 Jahre und länger haltbar. Enthält hingegen viele Konservierungsstoffe und ist nicht so günstig. Ist hingegen recht anspruchslos an die Lagerung. Feuchtigkeit ist nicht so schlimm wie bei den oben genannten Dingen.
  • Getrocknetes Obst: Obst kann getrocknet werden und ist so auch sehr lange haltbar. Gibt es auch fertig zu kaufen, ist hingegen recht teuer
Sicher gibt es nicht sehr viel mehr Dinge, die lange haltbar sind und im Notvorrat Platz finden. Schaue einfach mal durch deinen Supermarkt genauer durch.
Beachte aber auch die Lagerung. Tiefgefrorenes muss beim auftauen zeitnah gegessen werden. Viele trockene Speisen müssen unbedingt trocken gelagert werden.

Notvorrat im Krisenfall - Nahrung haltbar machen

Natürlich ist es nicht ratsam, erst im Falle einer Krise sich damit auseinander zu setzen. Denn da gibt es eingeschränkte Möglichkeiten und man befindet sich bereits in einer Notsituation.

Beschäftige dich damit, welche Nahrung du als Notvorrat sammeln möchtest und wie du frische Lebensmittel, die normalerweise innerhalb weniger Tage gegessen werden müssen, haltbar gemacht werden können.

Haltbar machen ist nämlich nicht schwierig, wenn man weiß wie und womit.

Auch Wasser kannst du natürlich daheim Bunkern. Da ich nicht viel von Mineralwasser halte und Plastik möglichst meide, kann ich hier keine Empfehlungen geben. Weiter unten im Beitrag geht es aber nocheinmal konkreter um Wasser.

Fisch und Fleisch lange haltbar machen:
Dafür gibt es zwei Möglichkeiten.
  • Trocknen: Fleisch lufttrocknen, damit es lange haltbar bleibt
  • Räuchern: Fleisch und Fisch können geräuchert werden und sind so einige Wochen haltbar
  • Einfrieren: Bei Stromausfall kritisch, aber gefrorene Lebensmittel halten sehr lang
Zugegeben, mit Fleisch und Fisch ist es schwierig auf Dauer. Vor allem, wenn man keine Konservierungsstoffe verwenden möchte. Zumindest keine künstlichen. Fisch in Öl würde hingegen gehen.

Obst und Gemüse lange haltbar machen:
Hier haben wir die meisten Möglichkeiten und können kreativ sein.
  • Trocknen oder Dörren: Ob Luftgetrocknet oder die Feuchtigkeit mittels Dörrautomat entzocken. Trockenes Obst ist sehr sehr lang haltbar. Auch Kräuter eignen sich bestens zum trocknen
  • Einfrieren: Obst und Gemüse halten sich frisch auch eingefroren sehr lange. Insofern es bei der Krise keinen Stromausfall gibt
  • Einkochen: Luftdicht verschließen. Sauberes Einmachglas mit Gemüse füllen, heiß machen und Deckel drauf. Beim Abkühlen entsteht ein Vakuum - fertig.
  • Einlegen: Frisches Obst, Gemüse und auch Kräuter kann in ein sauberes Einmachglas zusammen mit Öl oder Essig eingelegt werden. Erkundige dich im Internet genauer über die Vorgehensweise.
  • Saft herstellen: Idealerweise wird eine Saftpresse benötigt. Zum Trinkwasservorrat erhöhen - denn Saft benötigt weniger Platz als eingekochtes Obst.
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Nahrung in der Natur finden - was kann man essen?

Die meisten von uns könnten wohl nicht dauerhaft nur von der Natur leben. Vor allem in der Regenzeit oder im Winter wird es schwer. Verschiedene Survival-Experten im Internet oder im Fernsehen zeigen aber immer aufs neue, wie man Nahrung beschafft und über die runden kommt. Meist aber in warmen Ländern, wo es ganzjährig irgendwelche Früchte gibt. In Deutschland haben wir es da wohl schwieriger.

Um die richtigen Beeren, Wiesenkräuter und "Unkraut" zu essen, benötigen wir ein Krisensicheres Hilfsmittel. Ein Buch über essbare Pflanzen oder ein Buch über Survival (Überlebens-)-Techniken.
Eine falsche Pflanze gegessen bringt uns in den meisten Fällen Durchfall, wodurch unser Körper schlapp wird und vor allem zu viel Wasser verliert.
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Wasser finden und reinigen: Durst stillen, auch wenn kein Wasser aus der Leitung kommt

Unterwegs sauberes Wasser zu finden ist schon sehr unwahrscheinlich. Die meisten Flüsse und Bäche sind verschmutzt, auch wenn man dies nicht auf den ersten Blick sieht. Viele sogenannte Pflanzenschutzmittel fließen von den Feldern in unsere Bäche. In unserem Wald ist das Wasser sehr schäumig, wo man die Belastung der Verunreinigung direkt sieht. Dieses Wasser sollte man nicht so einfach trinken.
Und wenn du denkst, daheim kann das nicht passieren. Ein Wasserrohrbruch genügt. Unsere oft maroden Guss-Leitungen reißen vor allem bei den Temperaturschwankungen rasch.

Dieses Wasser nicht trinken:
  • Wo die Quelle unbekannt ist!
  • Abgestandenes Wasser / Wasser aus stehenden Gewässern
  • Schäumiges Wasser
  • Wasser, welches durch Industrieanlagen fließt
  • Wasser, welches ein Film auf der Oberfläche bildet
  • jegliches Wasser, welches eine Trübung oder Färbung aufweist
  • Regenwasser: dies ist zwar destilliert, nimmt aber Schadstoffe durch die Luft oder der Auffangmöglichkeit wie Regenrinne auf
Dieses Wasser ist genießbar:
  • Leitungswasser von den Stadt-Wasserwerken
  • Quellwasser direkt aus der Erde
  • Wasser, welches in allen Früchten enthalten ist
  • Wasser aus Bäumen
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Du siehst, es gibt durchaus Wasser, welches kostenlos und rein zur Verfügung steht. Aber verunreinigtes Wasser gibt es häufiger.

Es gibt aber Möglichkeiten zur Desinfektion von Wasser. Zwar gibt Tabletten oder Tropfen, die vor allem die Armee zur Desinfektion nutzt, aber dies geht nicht mit jedem Wasser. Auch in armen Ländern wird das Wasser vor verzehr chloriert.
Einfacher ist es, sich sein Wasser abzukochen oder selbst zu destillieren. Anders als oft behauptet wird, ist destilliertes Wasser nicht schädlich. Es enthält nur keine Mineralstoffe mehr.
Schwebstoffe und Verunreinigungen werden mit abkochen hingegen nicht entfernt. Krankheitserreger / Bakterien hingegen schon.

Ebenso kann eine UV-Licht Behandlung Bakterien abtöten. Die kleinen Geräte gibt es auch Batteriebetrieben und super günstig. Eignen sich auch als Urindetektor für Haustierbesitzer.

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Wasseraufbereiter gibt es viele und ebensoviele elektrische Geräte wie Osmoseanlage, Umkehrosmose, Destille usw.. Wasserfilter filtern zwar den Dreck / Schwebstoffe aus dem Wasser, meist aber nicht die Chemie wie Insektenschutzmittel / Pflanzenschutzmittel, Antibiotika usw. Empfehlenswert sind vor allem Filter mit Aktivkohle - diese muss hingegen regelmäßig gewechselt werden.
Du solltest dich noch etwas genauer mit diesem Thema befassen. Einen extra Beitrag dazu werde ich noch verfassen.
Nach bestem Wissen und Gewissen.
Sonnige Grüße, dein Marcus

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