Erstellt von Marcus | 23.05.2018
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Die ersten Runden mit dem E-Bike waren entspannend. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie ich den Akkuträger gebaut habe und wie der Drehzahlregler funktioniert. Am Ende noch etwas zur Verwendung im Straßenverkehr (StVo).

Rund 100km bin ich mit meinem selbstgebauten Elektrofahrrad (im ganzen Mai 2018) bereits gefahren. Technisch gesehen ist nur das höhere Gewicht des ganzen Fahrrads nachteilig. Aber es funktioniert wunderbar.

Hier gelangst du zum Ersten Teil des Beitrags:
Mein Eigenbau Elektrofahrrad - Teil 1: Überlegungen und Teileliste

Inhaltsverzeichnis:
  • Akkubox fürs E-Bike bauen
  • Verkabelung des Drehzahlreglers (PWM)
  • E-Bike im Straßenverkehr (StVo): was muss beachtet werden?
 Eigenbau E-Bike: Das 100 Euro Pedelec  Ich habe rund 100 Euro für die Umrüstung zum Pedelec ausgegeben. Es fährt rund 30 km rein elektrisch und Waldwege sind passierbar. Also: altes Fahrrad umrüsten! © Wohnen-Heimwerken.de

Eigenbau E-Bike: Das 100 Euro Pedelec
Ich habe rund 100 Euro für die Umrüstung zum Pedelec ausgegeben. Es fährt rund 30 km rein elektrisch und Waldwege sind passierbar. Also: altes Fahrrad umrüsten!

Akkubox fürs E-Bike bauen

Der Erste Versuch alle 3 Akkus in das Dreieck des Rahmens zu bauen scheiterte. Es war nicht mehr genügend Platz für Ladetechnik und den Drehzahlregler. Als Konstruktion "Seitentasche" am Hinterrad funktioniert auch nicht - das Fahrrad kippt um, wenn es auf dem Ständer abgestellt wird.
Als ideal hat sich das Gepäckträger-System herausgestellt. Da ich keinen hatte, hab ich mir diesen selber gebaut. Falls du einen hast, sollte er entweder stabil genug sein, oder stabilisiert werden. Die Akkus haben ein hohes Gewicht. Vorallem, wenn du Blei-Akkus nimmst wie ich.

Die Konstruktion ist aus Holz und richtig miteinander verschraubt. Das ganze wurde mit Flacheisen am Fahrrad verschraubt. Alle Maschinenschrauben haben selbstsichernde Muttern bekommen. Wenn ich keine hatte, habe ich zwei miteinander gekontert.
Achte auf Stabilität, feste Schrauben und Wetterschutz. Auf den klapprigen Waldwegen hat man hinterher gern mal "eine Schraube locker".

 E-Bike: Akku Gepäckträger Eigenbau  Der Gepäckträger ist Eigenbau. Stützen aus Eisen, Schrauben mit selbstsichernden Muttern, Akkubox aus Holz. Funktioniert. © Wohnen-Heimwerken.de

E-Bike: Akku Gepäckträger Eigenbau
Der Gepäckträger ist Eigenbau. Stützen aus Eisen, Schrauben mit selbstsichernden Muttern, Akkubox aus Holz. Funktioniert.

Beachte den Platzbedarf. Da mein Motor 36V benötigt, sind es 3 x 12V Akkus. Falls du einen moderneren Motor mit 48V nutzt, benötigst du gleich vier Akkus. Auch sollte genügend Platz für den Drehzahlregler zur Verfügung stehen.

 E-Bike Akkus - Reihenschaltung und selbstgebauter Gepäckträger  Zugegeben, nicht ganz hübsch. Dafür praktisch. Alle 3 Akkus haben Platz in der Holzkiste. Und auch der PWM Drehzahlregler für den Motor kam unter und wird durch Fahrtwind gekühlt. Wird jedoch nicht heiß. © Wohnen-Heimwerken.de

E-Bike Akkus - Reihenschaltung und selbstgebauter Gepäckträger
Zugegeben, nicht ganz hübsch. Dafür praktisch. Alle 3 Akkus haben Platz in der Holzkiste. Und auch der PWM Drehzahlregler für den Motor kam unter und wird durch Fahrtwind gekühlt. Wird jedoch nicht heiß.

Verkabelung des Drehzahlreglers (PWM)

Für E-Bikes gibt es verschiedenste Elektronikbausteine. Eins davon ist ein Drehzahlregler. Dieser arbeitet mit dem PWM (Pulsweitenmodulation), d.h. der Motor wird entsprechend gewünschter Drehzahl häufig angetaktet. Das ist Motorschonend und üblich. Soetwas lässt sich auch nicht so einfach selber bauen - aber dafür sind diese Bauteile auch viel zu günstig.

Das ist mein verbauter Drehzahlregler:
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Dieser farblich gekennzeichnete Abschnitt enthält Werbelinks.


An dem etwa 20cm langen Kabel hängt ein Potentiometer. Das hat 6 Kabel. Hier könnte man das auch gegen Daumengas oder Gasgriff austauschen. In jedem Fall aber müssen die Kabel verlängert werden. Es gibt jede der Kabelfarben zwei mal. Schneide also nicht einfach den ganzen Kabelbund durch um Verlängerungskabel anzulöten. Markiere dir die einzelnen Kabel oder knipse eins nach dem anderen ab und löte dein Verlängerungskabel ein.
Da hier nicht viel Strom fließt, habe ich einfachen sogenannten Klingeldraht mit 0,6mm² Durchmesser benutzt.

Die Kabel der Akkus zum Drehzahlregler und auch die Kabel bis zum Motor sollten aber ausreichend Dick sein, da diese auch schnell heiß werden können. Rein rechnerisch fließen bei meinem 36V und 250Watt Motor immerhin knapp 7 Ampere maximal. Daher habe ich mich für 2,5mm² entschieden.

E-Bike im Straßenverkehr (StVo): was muss beachtet werden?

Zugegeben, an meinem Fahrrad muss ich noch etwas machen, bis es legal im Straßenverkehr bewegt werden darf. Denn es gibt einige Vorschriften.

Erst das positive: E-Bikes benötigen kein Kennzeichen, keine Zulassung oder Abnahme durch den Tüv/Dekra. Auch kann man hier viel selbst basteln - solang es sicher ist.

Nun das negative: Ein E-Bike darf nur zur Tretunterstützung genutzt werden. Selbstfahrend ohne Tretsensor ist nicht erlaubt. Ebenfalls ist Daumengas, Potentiometer oder Gasgriff nicht erlaubt. Hier müsste man einen Computer nutzen, bei dem man einstellt wieviel der Motor beim treten unterstützen soll. Das verlangt natürlich herkömmlich teure E-Bike Elektronik. Ebenfalls ist mir bekannt, dass nur bis 250 Watt Motoren ohne Kfz Zulassung genutzt werden dürfen. (Stand: Mai 2018)
Am Besten suchst du im Internet selbst nochmal nach genauen Vorschriften. Es könnte sein das diese sich auch ändern. Glaube mir also nicht und informiere dich selbst dazu nochmal.

Laden der Akkus

Nach nun einigen Akkuladungen habe ich bemerkt, dass die Akkus unterschiedlich schnell ihre Kapazität abbauen. Nach einer Fahrt hat der eine Akku 12,2V, der nächste 11,9V und der letzte 12,3V.

So lade ich meine 3 Akkus:
Den ganzen Verbund (Reihenschaltung) lasse ich zusammengesteckt. Mit meinem selbstgebauten Ladegerät, lade ich mein Solarstrom in jeden Akku einzeln. So lang, bis alle Akkus etwa die gleiche Spannung aufweisen. In dem obigen Beispiel wären dann 12,3V, die alle Akkus haben müssen.
Ist das getan, schraube ich mein Ladegerät hoch auf 42V Ausgangsspannung und lade alle 3 Akkus gleichzeitig. Nach etwa 2h prüfe ich alle Akkus durch, damit keiner überladen wird. Notfalls gehe ich wieder auf Einzelladung.

Beachte: Falls du dir mein Ladegerät nachgebaut hast, nutze bei über 30V auf keinen Fall das Display. Es geht nur bis 30 Volt. Nutze dafür ein Multimeter.

Hier gelangst du nochmal zum ersten Artikel: Überlegungen und Teile fürs E-Bike Pedelec.
Nach bestem Wissen und Gewissen.
Sonnige Grüße, dein Marcus

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kutscherkarl am 09.05.2019#1
Nachdem mein ECKIEok gestohlen wurde, bin ich beim Neubau eines besseren.
Als Vorgabe habe ich nun Scheibenbremsen und eine Li-Batterie mit 48V für eine Strecke von 50 Kilometer vorgesehen, das reicht . Ebene Strasse fahre ich mit 30 Kilometer für 500 Wh.
Dabei habe ich auch mein Gepäck und meine 120kg, alles auf 20 Zoll Rädern.
Der Motor hat max 1000 Watt und ist in Ö-auf 600W gedrosselt und ist damit ein Fahrrad.
Das heurige Jahr vertreibt mich aus meiner Gartenwerkstatt und nun sitze ich eben beim PC.
Habe mir fürden neuen Rahmen eine Platform aus 30mm Bausperrholz zugeschnitten, worauf sich die Teile aus Stahl-Eckrohren positionieren und nach Schablonen verschweißen lassen, das war beim ersten Prototyp noch etwas ungenauer, aber hatte auch fast 5 Jahre gut ausgehalten.
Zum Schweißen verwende ich einen kleinen Schweißtrafo von Hofer und 2mm Elektroden.
Meine Website besuche ich schon lange nimmer, weil wordpress ist mir zu öde, daher auch von mir keine Reaktion.
(Admin-Info: E-Mail Adresse aus dem Kommentar entfernt. Kommentar: bitte eigenen Datenschutz beachten)
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