Erstellt von Marcus | 27.06.2019
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Es gibt Neuigkeiten! In meinem Kommentar-Beitrag spreche ich über Balkonkraftwerke, Tracking-App von Ladereglern und Lastumschalter für Wechselrichter.

Inhaltsverzeichnis:

Balkonkraftwerke: Solar für Mieter und Einspeisung ins Hausnetz

Mieter dürfen in das Stromnetz der Wohnung ihren selbst produzierten Strom einspeisen. Hier gibt es zwar einige Regeln und Technikkram zu beachten, jedoch ist es offiziell erlaubt.

So funktionierts:
Deine Balkon Solaranlage (muss natürlich nicht zwingend auf dem Balkon sein) ist mit einem Wechselrichter ausgestattet, der direkt an der Haussteckdose angeschlossen ist. Hierfür gibt es Steckdosen zum einspeisen. Siehe: Wieland RST20i3 - Stecker. Der männliche Schuko-Stecker zur Einspeisung, so wie es früher von einigen gemacht wurde, ist nicht erlaubt (Stromschlag-Gefahr).
Der Wechselrichter passt sich der Frequenz des Stromnetzes an und legt die Solarspannung an. 600W Solarleistung (oder 2,6Ampere auf Wechselstromseite), sollten ohne große Umbaumaßnahmen möglich sein. Meine Empfehlung: Kläre das vorher mit einem Elektriker ab!

Wird der Strom nicht im Haushalt verbraucht, wird dieser ins öffentliche Netz eingespeist. Die Zähleruhr zählt jedoch nicht rückwärts. Es muss ein Digitaler Zähler verbaut werden, denn diese sind für Balkonkraftwerke zwingend notwendig.
Leisten die Solarmodule weniger als du in deiner Wohnung gerade benötigst, wird mit etwas Netzstrom nachgeholfen.

Du siehst also, das System ist wirklich klasse! Nun musst du dich darüber noch genauer informieren.

Lesetipp: PVPlug.de/FAQ


Egal ob du einen neuen Zähler benötigst (Digitaler ist erforderlich bzw. mit "Rücklaufsperre"), muss solch eine Anlage, so weit ich weiß, trotzdem dem Netzbetreiber gemeldet werden. Ab 1 kWp kannst du über den Netzbetreiber einen Zweirichtung-Zähler anmelden. Dieser kostet eine Mietgebühr. Belese dich dazu über die EEG-Einspeisevergütung. Auch könnte eine Meldung bei dir Bundesnetzagentur notwendig sein.

Ein Elektriker sollte dir in jedem Fall aber die Stromdose einbauen, anschließen und alles prüfen. Das ist zwar für Steckbare Mini-PV Anlagen kein Zwang, aber immer eine Empfehlung! Ebenfalls sollte die Sicherung im Stromkasten ggf. gegen eine andere getauscht werden.

Beachte, dass der Netzbetreiber nicht immer auch der Stromanbieter ist!

Wird ins Stromnetz eingespeist, so wird ein Zweiwege-Zähler benötigt. Das ganze gilt dann auch als Einnahme (Steuerrecht) und ggf. muss dafür ein Gewerbeschein beantragt werden. Gute Informationsquellen sind das zuständige Finanzamt, der Netzbetreiber und ggf. dann das Gewerbeamt.

Mehr Informationen wurden in der oben genannten Webseite PVPlug.de toll zusammengefasst.

Um das alles etwas zu umgehen, kannst du, insofern du die Möglichkeit dazu hast, auch auf den Inselbetrieb umstellen. Das heißt, dass die Anlage nicht im selben Stromkreis des Netzanbieters angeschlossen ist. Siehe dazu unten Wechselrichter: bidirektional, Lastumschalter, USV.

Für mehr Informationen zu Solaranlagen und dem Inselbetrieb, schaue in meine umfangreiche Themensammlung "Solaranlagen".

Laderegler: Tracking App für Solarleistung und Stromverbrauch

Mein neuer MPPT Laderegler für die Gartenlaube hat ein Bluetooth Sendemodul integriert. Vom Hersteller gibt es für Android und Apple die entsprechende App für das Smartphone und Tablet. Live-Daten können so mittels Bluetooth übertragen werden und in der Historie siehst du Modulleistung und Stromverbrauch.

Mir ist aufgefallen, dass Beispielsweise nur 10 Watt Modulleistung angezeigt wurden. Trotz Sonne. Das liegt einfach daran, dass die Akkus voll sind und nur die Teichpumpe 10 Watt verbraucht. Ohne Teichpumpe wären es gegen 0 Watt bzw. die Kompensierung der Selbstentladung der Akkus und dem Eigenverbrauch des Ladereglers.
Der Lastausgang des Ladereglers (auch als LOAD gekennzeichnet), wird in den täglichen Daten gespeichert. Größere Lasten sollten direkt an der Batterie angeschlossen werden. Die Daten enthalten dann zwar nicht diesen Verbrauch, jedoch sieht man dies an den erzeugten Wattstunden (Wh) vom Solarmodul.

Mein Victron MPPT Laderegler mit integriertem Bluetooth:

 Victron Laderegler Bluetooth  Um die App und Einstellungen des Victron Ladereglers zu nutzen, wird ein Bluetooth Dongle benötigt. Die neueren Geräte haben das aber integriert und das ist am Bluetooth-Symbol auf dem Laderegler erkennbar. © Wohnen-Heimwerken.de

Victron Laderegler Bluetooth
Um die App und Einstellungen des Victron Ladereglers zu nutzen, wird ein Bluetooth Dongle benötigt. Die neueren Geräte haben das aber integriert und das ist am Bluetooth-Symbol auf dem Laderegler erkennbar.




Victron Update Pin / Passwort: Bevor der Laderegler die Software aktualisiert, muss ein PIN eingegeben werden. In der App stand Pin-Passwort 0000 oder 1234 versuchen. Falsch, es sind sechs Nullen, also 000000.
Das Bluetooth hat ca. 10m Reichweite und es ist sinnvoll das Passwort zu ändern, damit kein Fremder an den Einstellungen des Ladereglers per App etwas verstellen kann.

Beachte bei den Victron Geräten: Die neuen Geräte benötigen kein Bluetooth Dongle, der sonst ca. 50 Euro gekostet hat. Wichtig ist vor dem Kauf darauf zu achten, ob das Bluetooth Symbol (Zick-Zack Muster) auf dem Laderegler aufgedruckt ist. Das spart eine Menge Geld.

Leider haben die Laderegler von Victron kein Display integriert. Alles wird entweder über ein Zusatzgerät, oder per App gesteuert. Gewünscht hätte ich mir lediglich einen Knopf zum ein- und ausschalten des Lastausganges.

Wechselrichter: bidirektional, Lastumschalter, USV

Kennst du USVs? Ausgeschrieben heißt das Unterbrechungsfreie Stromversorgung. Diese gibt es beispielsweise für Computer, damit bei Ausfall des Stromnetzes blitzschnell auf Akku umgeschaltet wird und Geräte wie Computer ohne eine Unterbrechung weiter genutzt werden können. Viele Markengeräte signalisieren das mit einem Ton, wenn auf Akku umgeschaltet wird. So bleibt meist genug Zeit um den Computer ordnungsgemäß herunterfahren zu können.

Für unsere Solaranlagen gibt es soetwas auch, nur lässt sich das auch umkehren. Das heißt: Ist die Akkuspannung zu gering, wird auf Netzstrombezug umgeschaltet. Stationäre Wechselrichter (nicht die kleinen mobilen) können das in den meisten Fällen und so kann Netzstrom genutzt werden, wenn die Akkukapazität nicht mehr ausreicht. Das ist vor allem Nachts und in den 2-3 dunklen Wintermonaten oftmals der Fall. Hier gibt es Netzumschalter und bidirektionale Wechselrichter. Schaue dir also soetwas einmal genauer an!

Für kleine Inselanlagen geht das auch günstiger. Ich in meinem Falle nutze ein Kfz Ladegerät (12V) für meine kleine Gartenhütte, um die Akkus vor der Tiefenentladung zu schützen, falls dann doch die Sonne ausbleibt. Es fallen natürlich Verluste an und dient meist eher zur Überbrückung. Für ein Automatisiertes System muss eben mehr Geld ausgegeben werden - dafür erhält man heutzutage eine hohe Auswahl an Sorgenfreien Systemen.



Auch sehr empfehlenswert sind Lastumschalter. So kann man zwischen zwei Energiequellen (Wechselrichter und Netzstrom Beispielsweise) selbst umschalten. Hier gibt es aber auch automatisierte Systeme mit Vorrangschaltung (siehe bspw. Netzumschalter).
Nach bestem Wissen und Gewissen.
Sonnige Grüße, dein Marcus

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