Erstellt von Marcus | 25.03.2019
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Bei einigen sind Elektroautos genauso umstritten wie Solaranlagen. Wir schauen uns nun einmal an, was das alles kostet, welcher Ertrag zu erwarten ist und wie der Umweltschutz aussieht. Kompakte Zusammenfassung.

Eines Vorweg: Solarmodule / Solarzellen gibt es nun schon über 30 Jahre. Die Technik entwickelt sich weiter und die Haltbarkeit kann eher nur geschätzt werden.
Die hier aufgezeigten Informationen stammen aus der Wikipedia und anderen unabhängigen Quellen. Herstellerinformationen sollte man eher skeptisch selbst beurteilen. Es ist wichtig, dass du selbst noch mehr über dieses Thema recherchierst.

Kosten für Solarzellen / Solarmodulen und Haltbarkeit

Ja, was kostet denn ein Solarmodul eigentlich?
Es gibt viele verschiedene Solarzellen-Arten und Herstellungsverfahren. Ein Pauschalwert gibt es nicht. Jährlich werden die Kosten, die du für ein Solarmodul ausgeben muss, geringer.

Am häufigsten gefragte Arten:
Polykristallin
  • Wirkungsgrad: 14-20%
  • Lebensdauer: 25-30 Jahre
  • weniger als 0,90 Euro pro Watt
Monokristallin
  • Wirkungsgrad: 16-22%
  • Lebensdauer: 25-30 Jahre
  • weniger als 0,90 Euro pro Watt
Bild(er) von Amazon.de / Werbung
Dieser farblich gekennzeichnete Abschnitt enthält Werbelinks.


Dünnschicht (die alte Generation der Zellen sind nicht mehr auf dem Markt)
  • Wirkungsgrad: 5-10%
  • Lebensdauer: ca. 20 Jahre, da die Leistung deutlich abnimmt
  • Kosten: 1-5 Euro pro Watt, je nach Technologie
Interessant ist aktuell die Entwicklung von Mehrschicht Solarzellen (Dreischicht Solarzelle) und auch die organische Solarzelle. Da dies noch in Erprobung ist, werde ich diese Seite zu einem späteren Zeitpunkt dafür aktualisieren.
Lesetipp: bine.info über Dünnschicht Solarzellen
Update Oktober 2018: Einige gibt es bereits zu kaufen, doch die Kosten sind noch sehr hoch. Bis zu 5 Euro (oder auch mehr) pro Watt müssen einkalkuliert werden.

Kosten in der Realität:
Schaust du bei den verschiedenen Anbieter, was ein Solarmodul kostet, wirst du folgendes feststellen: Je mehr Leistung (Watt) ein Modul hat, desto geringer sind die Kosten pro Watt.
Ein 20 Watt Modul (monokristallin), welches es zur Zeit bei meiner Versuchs-Inselsolaranlage läuft, kostet rund 40 Euro. Ein 100 Watt Modul (monokristallin) kostet hingegen nicht 200 Euro, sondern nur um die 120 Euro.
Mehrschicht-Solarmodule haben einen noch besseren Wirkungsgrad, jedoch sind die Preise dafür aktuell immens (meiner Meinung nach).
Update Oktober 2018: Viele Mono- und Polykristallinen Solarmodule um die 300 Watt sind aktuell schon für rund 160 Euro zu haben. Das zirka 50 Cent pro Watt.

Ertrag: Wann amortisiert sich eine Solaranlage?

Nach einer Studie von Peng et al. global (2013), amortisiert sich eine Solaranlage nach 0,75 und 3,5 Jahre. In Abhängigkeit des Standortes etc.. Darin enthalten ist auch Transport, Aufbau und Recycling.

Bei meiner kleinen Insel-Anlage, habe ich auch zuvor gegengerechnet. Da ich viele Stunden täglich in der Garage das Licht nutze, die Anlage selbst etwa 120 Euro inkl. Batterie gekostet hat, würde sich die Anlage nach etwa 1,5 Jahren amortisieren. Insofern nichts kaputt geht, rechnet sich das sehr wohl sehr früh.
Die Kosten für eine kleine Anlage sind überschaubar und wohl auch für (fast) jeden eine Möglichkeit um Geld zu sparen, mehr Autark zu werden und die Umwelt zu schonen.

Umweltschutz

Der letzte Punkt, der aber trotzdem wichtig ist. Denn was nützt moderne Technik, wenn es keine Nachhaltigkeit gibt?
Hier spalten sich die Geister und die Gegner von Solarenergie würden gern wieder aufschreien. Aber vertraut man den Studien, ist Solarenergie eine wirklich saubere Sache, wenn man die aufwändige Herstellung der Komponenten mit einbezieht.

Solarzellen werden chemisch hergestellt. Dabei kommen auch giftige Chemikalien zum Einsatz. Das macht die Herstellung auch so teuer und die Solarfabriken rar.
Neben der Herstellung müssen die Solarfabriken auch eine Reinigung ihrer Arbeitsplätze manuell durchführen, welches eine Herausforderung an Umweltschutz und Arbeitsschutz darstellt.
Dazu mehr in der Wikipedia / Solarzelle.

Zitat aus der Wikipedia zum verlinkten Artikel: "Untersuchungen aus dem Jahr 2008 kamen zu dem Ergebnis, dass CdTe-Zellen bei Produktion und Betrieb bei einer auf 30 Jahre veranschlagten Lebensdauer 90 bis 300 Mal weniger Cadmium pro Kilowattstunde in die Atmosphäre abgeben, als Kohlekraftwerke"

Meine Meinung: Mit Öl, Kernkraft und Kohle entnehmen wir der Erde auch Rohstoffe. Nur eben, dass nur ein kleiner Teil wirklich zu Energie gemacht werden kann. Schaut man sich den Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors an und sieht, wieviel Aufwand (Strom und CO2 Freisetzung) und Transport dahinter steht/benötigt wird, ist es beim Solarmodul eher lächerlich. Wieweit kommst du mit einem Liter Benzin und wieviel kWh erzeugt das Solarmodul über viele Jahre?!
Meiner Meinung nach gehört die Zukunft der erneuerbaren Energie und die aktuellen Forschungen und Pilotprojekte sind vielversprechend und sehr interessant.
Darüber können wir gern unten im Kommentarbereich genauer diskutieren.

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Nachbauen: Meine Insel-Solaranlage mit Anleitung und Bildern

Fazit

In der Vergangenheit gab es einige Solarzellen, die vorzeitig ihren Dienst quittierten oder hohe Leistungseinbußen aufwiesen. Da neben dem Umweltschutz auch die Armortation und der Gewinn aus der Anlage eine Rolle spielen, empfehle ich jedem einen kleinen Versuch. Solar kann für viele Dinge verwendet werden. Um den Akku des Handys / Smartphones zu laden, Garagenbeleuchtung, Gartenbeleuchtung oder um den Strom für sein Elektrofahrrad selbst zu erzeugen.
Eine kleine Anlage kostet nicht viel und bei Problemen, sitzt man nicht auf ein haufen defekter Altmodulen und in den Schulden.

Mir ist am Ende nun noch deine Meinung wichtig. Welche Erfahrungen hast du gewonnen, was wolltest du unbedingt einmal loswerden? Schreibe unten in die Kommentare!
Nach bestem Wissen und Gewissen.
Sonnige Grüße, dein Marcus
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