Erstellt von Marcus | 11.04.2018
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Jede Holzart sieht anders aus und hat auch unterschiedliche Eigenschaften. Hier klären wir die Frage, welche Holzart du für dein Projekt nutzen könntest.

Holzarten unterscheiden sich im Aussehen und in ihrer Eigenschaften. Dank Beize und Lasuren kann jedem Holz die gewünschte Farbe verpasst werden. Aber die Optik sollte hinter der Eigenschaften sehen. So gibt es typische Hölzer für den Möbelbau, Hausbau und Holz welches dem Wetter draußen lange Stand hält.

Holzart auch untereinander sehr variieren. Durch das Alter des Baumes, dem Standort und der Region wo er einmal stand. Zudem gibt es untergattungen. Beispielsweise gibt es etwa 20 verschiedene Lärchen-Arten.
Beachte, dass dieser Beitrag nur eine Kurzübersicht über einige der Hölzer für unseren Garten-, Haus- und Heimwerken-Bereich bildet. Wikipedia und andere Webseiten bieten hier noch umfangreichere Inhalte zu den einzelnen Hölzern. Fragen wirst du unten im Kommentarbereich los.

Inhaltsverzeichnis:
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Lärche / Lärchenholz

Die Lärche ist ein Kieferngewächs und wirft im Herbst ihre Nadeln ab. Das ist recht unüblich unter Nadelbäumen. Lärchenbäume sind in Deutschland heimisch und wegen ihrer schönen Maserung, Farbe und Nutzwert gern gefragtes Baumaterial. Auch sind oft sibirische Lärche, japanische Lärche, ost- und westamerikanische Lärche begehrtes Holz.
Das Verwendungsspektrum ist sehr breit gefächert, da es hart und recht witterungsbeständig ist. Dekorativ dank der rötlichen Maserung (Kernholz) und dem helleren Splintholz.

Lärche: Aussehen und Eigenschaften des Baumes

Lärche ist einfach zu erkennen. Büschelförmige angeordnete Nadeln und 1-2cm kleinen, rundlich bis eiförmige Zapfen, die anfangs noch rot sind. Die Borke der Lärche ist bei jungen Pflanzen noch silbrig-braun und wechselt dann zu rot-braun. In Deutschland wird sie bis etwa 40 Meter hoch.

Lärche: Aussehen, Verwendung und Eigenschaften des Nutzholzes

Beliebt beim Möbelbau, für Dachkonstruktionen und andere massive Konstruktionen genutzt. Türen, Treppengeländer, Treppen und auch Haus- und Garagentüren draußen.
Da die Eigenschaften des Holzes im Außenbereich so gut ist, werden von Brückenkonstruktionen bis zum Bootsbau mit Lärche gearbeitet.

Das Holz ist hart, schwer, und farblich unterscheiden sich Kernholz und Splintholz stark voneinander. Kann gut mit vielen anderen Nadelhölzern zusammen verwendet werden (innen).

Lärche: Gesundheitliche Nutzung:

Zitat aus der Wikipedia: "Aus bestimmten Teilen der Lärchenstämme wird der sekundäre Pflanzenstoff und das biologisch aktive Flavonoid DHQ (Taxifolin) mittels Flüssigkeitschromatographie gewonnen. Taxifolin soll ein breites Wirkspektrum auf den menschlichen Organismus haben. Hierzu zählen neben den positiven Wirkungen bei kardiovaskulären Erkrankungen (gefäßerweiternd und gefäßstabilisierend, blutdrucksenkend) die Bindungsfähigkeit reaktiver Sauerstoffspezies (ROS), die antioxidativen und antikanzerogenen Eigenschaften."

Meine Meinung zur Lärche:
Auch bei mir findet Lärchenholz Anwendung. Der große Unterstand (5x3,5m) im Garten habe ich komplett mit Lärchenholz gebaut. Zum einen hat dies optische Gründe, aber auch die Witterungsbeständigkeit waren ein ausschlaggebender Punkt. Als Schutz wurde Leinenöl verwendet, da die Maserung sichtbar bleibt und die gehobelten Balken bei Lichteinfall gold-rot schimmern.

 Bau des Unterstands im Garten mit Lärchenholz  Konstruktion des 5x3,5m Unterstandes in meinem Garten aus Lärche. Rechtes Bild: Lärche gehobelt. In der Sonne schimmert es gold-rot. Verwendete Lasur: Leinöl-Firnis (Natur). © Wohnen-Heimwerken.de

Bau des Unterstands im Garten mit Lärchenholz
Konstruktion des 5x3,5m Unterstandes in meinem Garten aus Lärche. Rechtes Bild: Lärche gehobelt. In der Sonne schimmert es gold-rot. Verwendete Lasur: Leinöl-Firnis (Natur).

Kiefer / Kiefernholz

Wie auch die Lärche hat die Kiefer nadelförmige Blätter, aber drei- bis viermal so lang. Auch die Zapfen sind deutlich größer und eher Spitz (kegelförmig). Die Nadeln können bis zu 30 Jahren am Baum bleiben. Da die Kiefer es eher Kühl und Feucht mag, wächst diese in nördlichen Regionen. In Deutschland ist sie ebenso heimisch wie in Russland. Verschiedene Kieferarten bevorzugen aber auch subtropisches Klima und wachsen beispielsweise in Japan und Korea.

Kiefer : Aussehen, Verwendung und Eigenschaften des Nutzholzes

Kiefernholz wird oft zusammen mit Fichtenholz angeboten bzw. ist die Unterscheidung nicht einfach. Kiefernholz ist durch den raschen und geraden Wuchs der Kiefer günstig und findet daher oft Einsatz für allmögliche Konstruktionen im Innenbereich von Gebäuden. Nachteilig ist das harzen, was bei Kiefer schon extrem ist.
Da das Holz leicht und günstig ist, die Gewinnung gerade gewachsener Bäumen unkompliziert, finden wir diese für allmögliche Pfähle, Pfosten etc. wieder. Strommasten und Pfähle in Häfen Beispielsweise.

Verwendung als Nahrung:
Einige Kiefernarten bilden in ihren Zapfen so große Samen, dass diese oft zum Verzehr angeboten werden: Zedernnüsse / Pinienkerne.

Fichte / Fichtenholz

Auch die Fichte ist ein Nadelbaum. Die Zapfen sind lang, dünn und deutlich von den anderen Nadelbäumen zu unterscheiden. Die Wuchshöhe liegt bei 20m bis 60m und der Stamm wird 1m bis 2,5m dick. Fichten sind eine weit verbreitete Art und kommen in Europa, Amerika, Russland und in vielen anderen Ländern der Nordhalbkugel vor.
Generell ist die Fichte anspruchslos und wächst auch auf Nährstoffarmen Böden. Bevorzugt hingegen lockeren Boden ohne Staunässe. Durch die Klimaerwärmung ist weiterer Nutzanbau hingegen weiter Richtung Norden verlegt. Kiefern mögen es gern kühl.

Durch den raschen Wuchs, ist die Fichte wie auch die Kiefer gern genutztes Bauholz (preislich günstiges Holz).

Zitat aus der Wikipedia: "2008 wurde unter einer Fichte in der Provinz Dalarna in Schweden Wurzelholz gefunden, das auf ein Alter von 9.550 Jahre datiert wurde und genetisch identisch mit dem darüber wachsenden Baum sein soll"

Fichte: Aussehen, Verwendung und Eigenschaften des Nutzholzes

Gern wird Fichte als Bauholz im Innenbereich, aber auch als Brennholz genutzt. Vor allem dient Fichte zur Papierherstellung (Zellstoffherstellung).
Da Fichten schnell, gerade und mit wenigen Ästen in der unteren Hälfte wachsen, dient es für allmögliche Pfosten / Rundhölzer und langen Brettern und Balken.
Im Gegensatz zur Lärche, kann farblich nicht zwischen Kernholz und Splintholz unterschieden werden. Ebenfalls kann Kiefernholz mit Fichtenholz gut kombiniert werden, da es optisch kaum Unterschiede gibt.
Da Fichtenholz weich und elastisch ist, eignet es sich für einige Möbel und als Haus-Baumaterial.

Meine Meinung zur Fichte:
Viel Holz für wenig Geld? Das geht mit Fichtenholz und ich verwende es gern als Konstruktionsholz. Mein 3 Meter langes Regal in der Garage ist auf Rollen gelagert und an einer Seite mit Scharnieren an dem Stützbalken des Daches verschraubt, um wie als Tür den hinteren Garagenbereich für den Autoanhänger zu öffnen. Da der Boden uneben ist, muss das Holz sich dem Untergrund anpassen. Dafür wird ein weiches und elastisches Holz benötigt. Funktioniert perfekt, ohne dass das Fichtenholz reißt oder splittert.
Optisch finde ich Fichte (ebenfalls wie Kiefer) hingegen nicht so schön. Der dunkel bis mittel-gelbe Farbton wirkt meiner Meinung nach langweilig und deprimierend. Möbelstücke aus Fichte (oder Kiefer) werden bei mir grundsätzlich gebeizt.

Eiche / Eichenholz

Eiche ist wegen ihres massiven und schweren Holzes vor allem für Dielenböden und schweren Möbelstücken beliebt. Aber auch massive Türen aus Eiche finden noch ihre Verwendung. In Deutschland hat sie eine Lange Traditionsgeschichte und ist nicht nur durch ihr Holz eine nützliche Pflanze. Die Samen kennt jedes Kind: Eicheln. Beliebt also bei vielen im Wald lebenden Tieren.
Die Eiche ist im Gegensatz zu den anderen, obig genannten Baumarten, ein Laubbaum und zählt zur Familie der Buchengewächsen.
Bis zu 1000 Tierarten können im Kronenbereich der Eiche angetroffen werden. Eichen sind sehr stämmig und langsamwüchsig.
Auch wenn die Eiche als Heilpflanze gelistet ist, enthält ihr Saft verschiedene Gerbstoffe, Aldehyde und Tannine, welche zu Erbrechen, Magenschleimhautreizung und Durchfälle führen können.

Eiche: Aussehen, Verwendung und Eigenschaften des Nutzholzes

Da es verschiedene Eichenarten gibt, unterscheidet sich das Holz vor allem in ihrer Farbe. Die Mooreiche hat dunkelbraunes Holz, die der Traubeneiche orange-hellbraunes Holz. Die Maserung der Jahresringe ist sehr eng enliegend, was für einen langsamen Wuchs, aber auch Massivität spricht.

Verwendet wurde Eichenholz für alle Aufgaben, wo Stabilität, Verwindungssteifheit und Masse gefragt ist. Türen, Truhen und andere massive Möbel. Tischplatten, Fußböden, Stühle, Küchenschreidbretter uvm.

Pappel / Pappelholz

Ein weiterer Laubbaum mit Verwendung als Baumaterial, ist die Pappel. Wie alle anderen, oben genannten Baumarten, ist diese in Deutschland heimisch. Sie liebt eher feuchten Boden und wächst gern an Flussufern. Trockenheit mag sie gar nicht und wächst vor allem in den nördlichen Regionen. Hauptsächlich wachsen viele Pappel-Arten in Kanada, USA und Russland.

Pappel: Aussehen, Verwendung und Eigenschaften des Nutzholzes

Peppelholz ist sehr hell und leicht. Die Bearbeitung des recht weichen Holzes ist kein Problem und eigenet sich daher gut für den Möbelbau und Schnitzereien. Verwende bei der Bearbeitung sehr scharfe Werkzeuge, da Pappel gern ausfrast und rau wird.
Aber auch im Flugzeugbau oder für Protesen wird das Holz der Pappel genutzt.
Sicher kennst du Pappelsperrholz, welches biegsam und gut verleimt werden kann. Gern wird dies daher auch im Modellbau und für Lichterbögen / Schwibbogen verwendet.

Ahorn / Ahornholz

Ahorn ist ebenfalls ein Nutzbaum und nicht nur das Holz ist interessant. Darüber habe ich einen extra Artikel geschrieben: Der Ahornbaum: Holz, Früchte, Saft
Nach bestem Wissen und Gewissen.
Sonnige Grüße, dein Marcus

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