Erstellt von Marcus | 16.09.2020
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Laderegler für Insel-Photovoltaikanlagen gibt es in großer Auswahl. Die beiden bekanntesten Marken EPEVER und Victron sind zu recht beliebt. Schauen wir uns die Unterschiede an und machen eine Gegenüberstellung. Welcher ist besser?

Unabhängig vom Marktanteil ist in der Szene der Insel-Photovoltaikanlagen häufig eine der beiden Laderegler immer wieder genannt. Zum einen Victron, zum Anderen EPEVER.

Bei beiden Marken gibt es unterschiedliche Laderegler und sogar Anwendungsbereiche. Sucht man sich für seine kleine Insel-PV Anlage den passenden von beiden Marken, kann man einen Vergleich starten.

Schauen wir uns die Produktdetails von jeder der beiden Marken ein Produkt mit ähnlicher Volt/Ampere Leistung an. Und natürlich reden wir hier von MPPT Ladereglern. Fake MPPT Laderegler gibt es von diesen beiden Marken nicht! Und PWM Laderegler empfehle ich nur in gewissen Micro-Anlagen. Z.B.: bei Powerstations.

Die Auswahl

Das Ziel eines Ladereglers ist, die Leistung der PV-Module in eine Batterie zu schicken. Gegeben sind damit die Photovoltaikmodule und der Akku.
Ich habe mir daher von jeder der Marken zwei Produkte ausgesucht, welche mit gleichem Generatoreingangsleistung in Volt und Ampere identisch sind.

Damit fiel die Auswahl auf diese beiden Produkte:
  • EPEVER Tracer 2210 AN | PV-Eingang: 100V 20A
  • Victron SmartSolar 100/20 | PV-Eingang: 100V 20A
Kosten der beiden Laderegler (bei Amazon, gerundet):
  • EPEVER Tracer 2210 AN | ca. 90 Euro
  • Victron SmartSolar 100/20 | ca. 160 Euro
Info: Die Preise können schwanken. Stand 05.09.2020 bei Amazon.

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Der Victron Laderegler ist ca. 40% teurer als der EPEVER.

Schauen wir uns weitere Daten der beiden Laderegler an, um den Vergleich nicht nur über den Preis machen zu können. Denn Leistung und Qualität schlägt immer den Preis. Schauen wir mal.

Lese-Tipp: Mein Victron 75/15 mit Live-Daten App im Test

Technische Daten EPEVER Tracer 4210AN und Victron SmartSolar 100/20

Tracer 4210AN
SmartSolar 100/20
Ladeleistung 12V
260W
290W
Ladeleistung 24V
520W
580W
Display
ja
nein
Einstellungen über
USB-Kabel an PC / Notebook (Kabel nicht! im Lieferumfang)
Bluetooth an Smartphone / Tablet
Lastausgang
ja, manuell o. automatisch über Software o. Gerät
ja, manuell o. automatisch nur über App, nicht am Gerät
Software für
Android, Windows
Android, iOS, Windows, macOS X
Lüfter
nein
nein
Temperaturüberwachung
ja, integriert, Kabel nicht im Lieferumfang
ja, integriert, Kabel nicht im Lieferumfang

Doch welcher PV-Laderegler ist nun besser?

Victron hat durch die sehr gut gemachte App gegenüber der nicht so schönen Software von EPEVER die Nase vorn.
Bis man die Software von EPEVER zum Laufen bekommt, vergeht einige Zeit, da man verschiedene Einstellungen ggf. am PC (Windows) vornehmen muss. Zumindest war das bei mir so und nur durch Google Suche wurde endlich USB von der Software erkannt.
Zudem muss ein Profil eingerichtet werden.

Die App von Victron ist simpel. Übrigens ist das Bluetooth Passwort Standard auf 000000 (6x Null). Du solltest es ändern, damit kein anderer mit der Victron App Einstellungen an deinem Laderegler vornehmen kann.

Victron Laderegler: Statistiken der letzten 30 Tage Die App zeigt im Breitbild-Modus die Statistiken der letzten 30 Tage. © Wohnen-Heimwerken.de

Victron Laderegler: Statistiken der letzten 30 Tage
Die App zeigt im Breitbild-Modus die Statistiken der letzten 30 Tage.

Victron Laderegler: Live Daten der Photovoltaik-Anlage Die App zeigt Live alle Daten der Photovoltaikanlage. © Wohnen-Heimwerken.de

Victron Laderegler: Live Daten der Photovoltaik-Anlage
Die App zeigt Live alle Daten der Photovoltaikanlage.

Weg von der Software bietet der EPEVER ein Display. Das ist Gold wert! Du siehst die Batteriespannung, Batterieladestrom, Modulspannung und Modulstrom der Photovoltaikanlage. Auch kann der Lastausgang ein und ausgeschaltet werden. Das Display ist beleuchtet.

Nachteil am Display des EPEVER: Ladeschlussspannung etc. kann durch die beiden Knöpfe am Gerät nicht eingestellt werden. Damit du überhaupt etwas einstellen kannst, benötigst du das passende USB Kabel für den PC, die Software von der EPEVER Webseite und musst das auch zum Laufen bekommen. Erst dann kannst du den Laderegler richtig einstellen.
Der Victron hat hingegen gar keine Knöpfe und ist damit sehr simpel und klein.

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Fazit

Victron ist um einiges preisintensiver und bietet auf den ersten Blick weniger als der vergleichbare EPEVER Tracer. Dem Victron fehlt neben einem Display auch ein Knopf, um den Lastausgang ein/an zu schalten.
Dafür bietet der Victron eine richtig tolle App. Die ist einfach und intuitiv. App aus dem Store laden, mit dem Laderegler verbinden und deine Daten Live sehen. Und obendrein gibt es eine 30 Tage History. Da kannst du dir den PV-Ertrag jedes Tages noch einmal ansehen.
Und genau das ist beim EPEVER nicht so. Die Software ist fummlig und die Ladedaten lassen sich etwas komisch einstellen.

Meine Empfehlung geht daher eher zum Victron Laderegler und meinen liebe ich! Meine beiden EPEVER machen aber auch ihren Job, wenn man erst mal mit der Software klar kommt.
Schön wäre ein Laderegler mit den Vorteilen von beiden.
Nach bestem Wissen und Gewissen.
Sonnige Grüße, dein

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