Erstellt von Marcus | 17.06.2019
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Übertrifft die Leistung der Solarmodule den Laderegler, kann ein zusätzlicher Laderegler verwendet werden. Gemeinsam können diese einen Akku oder eine Akkubank speisen. Hier zeige ich, wie das funktioniert.

Meine Module, welche parallel miteinander verbunden sind, übersteigen die Leistung (in Ampere) das zulässige Maximum des Ladereglers. Hier muss also eine andere Schaltung her, die ein zusätzlichen Laderegler beinhaltet. Du kannst so ganz einfach mehrere Laderegler und einen gemeinsamen Akku nutzen.

Solar-Schaltung: Zwei Laderegler, ein gemeinsamer Akku Wird der gemeinsame Akku gespeist, müssen die Spannungen der beiden Solarladeregler etwa übereinstimmen bzw für den Akku ausgelegt sein. So kannst du problemlos auch zwei verschiedene Dachseiten des Hauses nutzen. © Wohnen-Heimwerken.de

Solar-Schaltung: Zwei Laderegler, ein gemeinsamer Akku
Wird der gemeinsame Akku gespeist, müssen die Spannungen der beiden Solarladeregler etwa übereinstimmen bzw für den Akku ausgelegt sein. So kannst du problemlos auch zwei verschiedene Dachseiten des Hauses nutzen.

Erläuterung zum Schaltbild:
Eigentlich wäre es egal, ob die oberen beiden Photovoltaikmodule parallel, die anderen in Reihe geschaltet wären. Der Laderegler muss die Akkuspannung als Systemspannung erkennen. Daher wird in der Regel zuerst der Akku an den Laderegler angeschlossen.
Jeder Laderegler speist für sich in den Akku ein. Ausgleichsströme solltest du vermeiden, indem beide Akku-Ausgänge des Ladereglers an dem Akku angeschlossen werden, nicht ein gemeinsames Kabel bis zum Akku nutzen!

Hinweis auf weiterführende Themen:Zellenausgleich über den Laderegler:
Mein Victron Laderegler führt alle zwei Wochen einen Zellenausgleich aus. Dabei wird die Ladespannung erhöht und maximal eine Stunde so gehalten. Alle Zellen eines Akkus fangen nach und nach an zu "kochen". Das nennt man auch Gasung (Achtung: explosive Dämpfe!).
Alle nicht gasenden Zellen werden so geladen. Das funktioniert bei einem 12V Blei Akku, ebenso auch bei zwei in Reihe geschaltete 12V Blei Akkus im 24V System.

Beachte, dass manche Wechselrichter damit nicht zurecht kommen und wegen Überspannung abschalten. Auch ist der Zellenausgleich nicht für alle Akkutypen empfehlenswert, da sich Druck aufbaut. Daher muss die maximale Spannung peinlich genau im Laderegler eingestellt werden.

Vorteil des Systems mit mehreren Ladereglern:
Laderegler mit niedriger Modul-Maximal-Spannung bzw. geringer Stromstärke, sind günstig. Nutzt du mehrere Solarmodule, denke also über mehrere günstige Laderegler nach. Ebenfalls kann bei Ausfall eines Ladereglers nicht das ganze System unterbrochen werden.
Weiterhin sehr wichtig: Nutzt du zwei Dächer bzw. unterschiedliche Ausrichtung von Modulen, verbleibt ein besserer Ertrag, als wenn alle Module miteinander verbunden sind.

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Marcus am 05.06.2020#2
Grüß dich Anton,
du dieser Problematik gab es bereits einen Beitrag. Wenn die Kapazität nicht weit auseinander liegt, musst du dir keine Sorgen machen.
Hohe Ströme, egal ob Ladung oder Entladung, können unterschiedliche Kapazitäten (und Innenwiderstände) zur Über- oder Tiefentladung bringen. Bei Autobatterien brauchst du dir da nicht viele Gedanken zu machen, die sind für hohe Ströme geeignet. Kurzzeitig zumindest. ABER: Autobatterien sterben in der Solaranlage wie die Fliegen vom tapferen Schneiderlein.
Lass Dioden etc weg. Schaue, dass die Kabellängen von Plus und Minus bei beiden Batterien zum Regler gleich lang sind. Also eine Batterie erhält das Plus vom Laderegler, die andere das Minus.

https://wohnen-heimwerken.de/solaranlage-akku-mix-teil-1-blei-akkus-unterschliedliche-kapazitaeten-reihenschaltung-und-parallelschaltung.html
Anton am 05.06.2020#1
Hey Markus,

ich habe Interesse daran, mehrere Laderegler an meine Solaranlage anzuschließen. Allerdings nicht mit einem, sondern mit zwei Akkus. Das Ziel ist, zwei Akkus gleicher Nennspannung, aber von unterschiedlicher Kapazität und Alter (beides ausgemusterte Autobatterien), parallel zu schalten. Ua. weil die Batterie die andere umpolen kann, wird stark davon abgeraten, die direkt aneinander zu schalten. Deswegen meine Idee jeder einen eigenen Laderegler zu geben.

Mein Elektrotechnik-Grundwissen sagt mir, dass es kein Problem ist, die Laderegler parallel an die gleiche Stromversorgung anzuschließen. Stimmt das?

Spannender ist aber die Lastenseite. Kann ich einfach die Lastanschlüsse der Laderegler verbinden, damit sie sich die Last (mit natürlich von Batterietyp, Kapazität, Ladestand etc abhängigem Lastverhältnis) teilen?

Reicht der Tiefentladeschutz, um zu verhindern, dass die Batterien sich gegenseitig (ent-) laden? Falls nein, würden zusätzliche Dioden den Job erfüllen? Oder bräuchte man auf der Lastseite jeder Batterie jeweils einen eigenen DC-Wandler, um bei unterschiedlichem Ladezustand eine einheitliche Ausgangsspannung zu kriegen? (Letzteres hieße wohl zu großen Aufwand um realistisch zu sein)
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