Erstellt von Marcus | 30.04.2018
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Wasser wird auf 3 verschiedene Arten geklärt. Da wir kein Trinkwasser herstellen, sondern Aquarium und Teich vom Schmutz befreien wollen, baue wir ein naturnahen Wasserfilter.

Egal ob Aquarium oder Teich. Wasser muss gefiltert werden, damit es zum einen optisch gut und gepflegt aussieht, zum anderen die Lebensqualität für Tiere und Pflanzen steigert. Beachten wir ein paar grundlegende Dinge, ist erstaunlich wenig Aufwand notwendig. Beachtest du das wichtigste bei der natürlichen Aufbereitung und Umwandlung giftiger Stoffe, macht ein Teich oder Aquarium kaum noch Arbeit. Fische vermehren sich, sind munter und aufgeweckt, Pflanzen wachsen ohne Düngung oder Anpassung von Wasserwerten.

Inhaltsverzeichnis:Siehe dir diesen Beitrag an, wo es ebenfalls um Filterung und Pumpen geht: Bachlauf im Garten anlegen und eine kleine Oase schaffen

Kurz eingeschoben: Meine Erfahrungen
Ich selbst besitze ein Aquarium, wo außer Wasserwechsel und gelegentlich Pflanzen zurückschneiden, keine Arbeit anfällt. Ein gut ausgewogenes Gleichgewicht. Die Natur macht hier alles richtig. Wasserwechsel sind notwendig, da hier kein natürlicher Zu- und Ablauf gewährleistet ist.



Ähnlich sieht es in meinem Teich aus. Der größte Wasserfilter ist hier mein angelegter kleiner Bach mit Regenwasser Zulauf. Mit richtiger Begrünung durch Pflanzen und Feinfilterung durch Steine, ist auch hier keine weitere Pflege notwendig. Große Algenbildung ist schon lange vorbei. Leicht grünes Wasser ist natürlich - mittels UV Lampe vor dem Filter / Pumpe, könnte man auch das weg bekommen.

 Bachlauf mit Brücke  Frisch angelegt mit Teichfolie und Lehm. Mein Bachlauf leitet durch den Natürlichen Filter aus Steinen und Pflanzen klares Wasser zum Gartenteich. Den Goldfischen geht es richtig gut damit. Brücke wurde mit 2 großen Ästen und alten Zaunslatten realisiert. © Wohnen-Heimwerken.de

Bachlauf mit Brücke
Frisch angelegt mit Teichfolie und Lehm. Mein Bachlauf leitet durch den Natürlichen Filter aus Steinen und Pflanzen klares Wasser zum Gartenteich. Den Goldfischen geht es richtig gut damit. Brücke wurde mit 2 großen Ästen und alten Zaunslatten realisiert.

Wasserfilterung - so funktioniert das

Schauen wir uns natürliche Gewässer mit guten Wasserwerten mal an. Dafür benötigt man keine Messgeräte, Tröpfchentests oder Teststreifen. Man erkennt es an der Artenvielfalt der Tiere und dem üppigen Pflanzenwachstum.
Und hier setzen wir mit der Filterung an.

Chemische Filterung
Für uns recht unrelevant, da wir kein Trinkwasser herstellen oder aufbereiten. Auf der anderen Seite findet in jedem Filter chemische Prozesse statt. Damit beschäftigen wir uns aber nicht in diesem Thema.



Mechanische Filterung
Schmutz und andere Schwebeteilchen werden mechanisch herausgefiltert. Im Filter werden diese so gesammelt, das entweder Mikroorganismen diese abbauen, oder der Mensch den Filter auswäscht. Vor allem ist die mechanische Filterung wichtig für die Optik des Wassers. Es wirkt klar.

 Natürlicher Wasserfilter im Bachlauf zum Gartenteich  Frisch angelegter Zulauf zum Gartenteich. Wasserfilter besteht aus Kieselsteinen, Pflanzen und Lavagestein. Unsichtbar wurde der Zulauf der Schlauchausgang einer Teichpumpe verlegt. Teichpumpe (12V, 12 Watt) liegt im Teich und läuft über Solarstrom. © Wohnen-Heimwerken.de

Natürlicher Wasserfilter im Bachlauf zum Gartenteich
Frisch angelegter Zulauf zum Gartenteich. Wasserfilter besteht aus Kieselsteinen, Pflanzen und Lavagestein. Unsichtbar wurde der Zulauf der Schlauchausgang einer Teichpumpe verlegt. Teichpumpe (12V, 12 Watt) liegt im Teich und läuft über Solarstrom.

Biologische Filterung
Der wichtigste Punkt ist die biologische Filterung. Durch verschiedene Materialien wie Torf, Aktivkohle oder Steine bietet der Filter Lebensraum für Mikroorganismen. Durch die große Oberfläche von Filtermaterialien kann der notwendige Platz der Filterung auf ein Minimum komprimiert werden.

Wichtig: Filter müssen laufen. Wird abgeschaltet, kommt nicht genügend neues Wasser hinzu. Viele Organismen sterben dann. Beim einschalten des Filters werden diese dann herausgespült und belasten das Wasser. Aquarianer, die Nachts die Filterpumpe ausschalten, haben oft schlechte Wasserwerte.

Das biologische Gleichgewicht ist der beste Wasserfilter

Als ich vor einigen Jahren mein reines Pflanzen-Aquarium in Betrieb genommen habe, war der Aufwand der Säuberung extrem hoch. Auch kümmerten Pflanzen immer wieder und es musste gedüngt werden. Alles änderte sich, als ich 7 kleine Fische hinzugesetzt hatte. Die Pflanzen wuchsen und die Algen verschwanden auch recht schnell von ganz alleine. Außer die Fische, hatte ich nichts am System verändert und ich beschäftigte mich einige Zeit damit. Mein altes Nano-Aquarium musste dafür auch nochmal herhalten, um das zu reproduzieren. Und tatsächlich: Ohne Fische kümmerten die Pflanzen. Wachsen Pflanzen nicht richtig, können sie den Algen auch nicht die Nährstoffe im Wasser entziehen.
Schaut man sich den Wasserkreislauf an so wird auch klar, das Pflanzen tagsüber das Atmen, was Tiere ausatmen. Ebenfalls hilft der Fischkot als natürlicher Dünger.

Das Fazit daraus ist: Wo der Mensch unerwünschtes entfernt (z.b. reines Pflanzenaquarium ohne Tiere), muss immer wieder eingegriffen werden. Dabei hat die Natur sich so gut angepasst, um fast alles in gutem Gleichgewicht ohne menschlichen Zutun (außer Wasserwechsel bei Aquarien) halten zu können. Wichtig ist Pflanzen und Tiere so miteinander abzustimmen, wie sie in ihrer Heimat auch zusammen vorkommen.
Ein Filter ist den meisten Fällen trotzdem notwendig, da wir im Aquarium oder Gartenteich nicht so viel Fläche zur Reinigung zur Verfügung haben. Idealerweise komprimieren wir die mechanische und biologische Filterung zu einem kleinen System.
Hier bietet uns die heutige Technik gute Systeme zum bezahlbaren Preis.



Mein naturnaher Wasserfilter im Bachlauf des Gartenteiches

Der Teich meines Gartens war immer recht unspekakulär. Ein paar Goldfische, viele Wasserpflanzen, viele Fadenalgen und grünes Wasser. Seitdem ich ein Bachlauf angelegt habe, verschwanden die Probleme mit den Algen. Zudem geht es den Fischen spürbar besser.
Der Bachlauf selbst wird durch Zulauf von Regenwasser in Bewegung gehalten. Aber auch eine Pumpe im Teich pumpt das Wasser zum Beginn des Bachlaufes mittels in der Erde verlegten Gartenschlauch. Das Wasser muss so erst durch viele Steine und den Wurzeln vieler Wasserpflanzen vorbei fließen, ehe es wieder im Teich ist. Durch diese natürliche Filterung ist das Wasser spürbar klarer. Übrigens nutze ich als erste Filterung Kieselsteine, im Anschluss Lavasteine. Beachte das du die Steine (vor allem Lavasteine wegen dem Schwefelgehalt) vor einbringen in den Teich gut durchspühlen musst. Bisher gibt es nur positives zu berichten - Pflanzen wachsen super und die Fische waren noch nie so fit unterwegs.




Betrieben wird das ganze mit einer 12V / 12 Watt Teichpumpe, die an meiner Solaranlage gekoppelt ist. So nutze ich meinen Überproduktion des grünen Stromes perfekt. Scheint genügend Sonne, lade ich dann auch mein Elektrofahrrad an der Solaranlage. Nimmt man die Natur als Vorbild, wo es keine Verschwendung von Ressourcen gibt, kann man noch effektiver den Strom nutzen. Eine natürliche Filterung wie in der Natur mit unkomplizierten und simplen Pumpen hilft ebenfalls zum Ressourcen sparen. Setze daher auf möglichst einfach und natürlich - du sparst Geld, Platz, Zeit und Rohstoffe. Zudem vermeidest du den laufenden Aufwand für die Säuberung teurer Filteranlagen.
Nach bestem Wissen und Gewissen.
Sonnige Grüße, dein Marcus

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