Erstellt von Marcus | 16.12.2019
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Jeder gibt für dies und jenes sehr viel Geld aus. Doch zu welchem Zweck? Macht es glücklich, ist es fürs Hobby oder eine Wertanlage? In dieser Beitragreihe geht es um die besten Entscheidungen, die ich bisher getroffen haben. Gleich voran die Photovoltaikanlage!

Informationen zu dieser Serie:
In dieser Serie spreche ich über die Dinge, die mich glücklich machen und weiter gebracht haben. Aber auch andere Menschen möchte ich gern zu Wort kommen lassen. Am Ende erhältst du eine Vielzahl positiver Entscheidungen und die Antwort auf das warum. Dies ist der erste Beitrag der Serie. Nachfolgende werden im Inhaltsverzeichnis verlinkt. Viel Spaß.

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Inhaltsverzeichnis:

Meine Photovoltaikanlage - eine großartige Entscheidung!

Kennst du den Goldrausch? Ein ähnliches Fieber packt jeden Photovoltaikenthusiasten nach einer kurzen Zeit. Immer mehr, immer größer, immer effizienter.
Aus einer Anlage wurden bei mir nun vier,.. fünf,.. einige eben. Aber der Reihe nach.

Als ich umgezogen bin, hatte ich auf einmal eine Garage, Garten und Schuppen. Zudem einen Balkon und viele Möglichkeiten es mir alles so zu bauen, wie ich es gern möchte. Klar, ein Haus mit Grundstück bietet genug Platz zum Austoben des Bastelgeistes.

Die Garage war der Raum ohne Netzstrom. In meinem Beitrag Solaranlage selber bauen habe ich die erste kleine Photovoltaikanlage vorgestellt, welche in meiner Garage ist.
Ein 20W Modul, eine alte Autobatterie und eine 5 Euro LED Lichterkette für 12V. Das Problem Strom war damit vom Tisch.

Schnell folgten kleinere Erweiterungen. Der kleine Kompressor zum Reifen aufpumpen, Powerbank fürs Smartphone und die Teichpumpe wurden mit Sonnenstrom betrieben. Auch der Kühlschrank war im Versuch. Schnell wurde mir klar, dass mehr Akkus und mehr Photovoltaikmodule her mussten.

Als ich meinen Unterstand im Garten plante, waren die Photovoltaikmodule bereits in der ersten Skizze mit enthalten. Ebenso die Beleuchtung, den Bachlauf, Radio und die Ladestation fürs E-Bike. Alles natürlich über Photovoltaik. Das war meine zweite Insel-Solaranlage.

 Teilverschattete Solarmodule  Mein Gartenhaus mit zwei Solarmodulen. Diese sind Parallel geschaltet und exakt senkrecht angebracht. Im Sommer gibt es fast permanente Teilverschattung, im Winter, wenn die Sonne nicht im Zenit steht, dafür rund 30% mehr Strom. © Wohnen-Heimwerken.de

Teilverschattete Solarmodule
Mein Gartenhaus mit zwei Solarmodulen. Diese sind Parallel geschaltet und exakt senkrecht angebracht. Im Sommer gibt es fast permanente Teilverschattung, im Winter, wenn die Sonne nicht im Zenit steht, dafür rund 30% mehr Strom.

Was im kleinen funktioniert...

... ist im großen nicht viel anders. Die nächste Anlage für die Wohnung wurde geplant. Hier habe ich die Technik natürlich deutlich verbessert. Neben neuen Monokristallinen Modulen haben auch zwei MPPT Laderegler Einzug erhalten. Den großartigen Victron Laderegler und den mindestens genauso tollen EP Ever Tracer.
Mehrere Laderegler für einen Akku-Speicher ist absolut kein Problem und hat sogar viele Vorteile.

Da ich mich nur entweder im Schuppen oder in der Wohnung aufhalten kann, habe ich die beiden Anlagen über eine Freileitung miteinander verbunden und das ganze System auf 24V ausgelegt. Wenn ich abends lange am PC sitze, wird viel Strom aus dem Schuppen nachgezogen. Lade ich hingegen tagsüber mein E-Moped oder das E-Bike im Schuppen, so kann auch aus meiner Wohnung Strom nach unten gehen. In der Wohnung und auch im Schuppen gibt es Akku-Speicher, sodass diese nah an den Verbrauchern sind.
Die Freileitung hat bei Gleichstrom schon einige Verluste, Wechselspannung wäre hier sicher besser, jedoch möchte ich den Wechselrichter nicht dauerhaft laufen lassen, zudem habe ich ohnehin keinen Fernstart. Aber vielleicht kommt das noch.



Eine Investition, die sich absolut rechnet

Die Sonne stellt keine Rechnung. Die Technik einer Photovoltaikanlage ist auch nicht mehr so teuer. Neben viel Eigenleistung kann natürlich auch gebrauchte Technik verwendet werden. Kabel oder Akkus. Die meisten meiner Blei-Akkus sind wiederbelebte, wurden ausrangiert und haben ein zweites Leben erhalten. Der Speicher ist eines der teuersten Teile der Solaranlage.

Bei meiner 700 Watt Anlage habe ich die Kosten dokumentiert und gegengerechnet.
  • 240 Euro für die Photovoltaikmodule
  • 230 Euro für die Laderegler (Victron + EPEver)
  • 280 Euro für die Wechselrichter
  • 40 Euro für Kabel, Stecker und sonstiges Montagezeug
  • Akkus und Schaltschrank waren kostenlos
Dies sind insgesamt 790 Euro. Eine Kilowattstunde kostet bei mir 28 Cent. 790 Euro entsprechen dann 2800 Kilowattstunden, welche die Anlage erzeugen muss, damit wir eine schwarze Null erhalten.
Da ich von 600 kWh pro Jahr ausgehe, wären dies 4,7 Jahre Laufzeit. In dieser Zeit sollte nichts kaputt gehen.

Die Rechnung ist etwas grob und es gibt natürlich viele Faktoren welche Einfluss neben können. Sonnenstarke oder -schwache Jahre, Verschmutzung, Temperaturen etc. Auch habe ich keine Strompreissteigerung eingerechnet. 4-8% sind realistisch. Dafür habe ich ein Zinseszins-Rechner erstellt.

Knapp 5 Jahre mit einer sehr kleinen Anlage ist lang. Dabei kosten gerade die Photovoltaikmodule sehr sehr wenig. Hier macht es sinn, mehr Module zu nutzen. Das verbessert die Amortisation erheblich. Pro 100W-Modul sind dies bei 28ct Strompreis etwa 28 Euro pro Jahr Einsparung. Und ein 100W Modul kostet um die 50 Euro! Dafür muss keiner Mathematik studieren, um den Wert zu erkennen.

Eine andere Denkweise: Welche Wertanlage bringt dir so hohe Renditen? Das ganze ist noch skalierbar, indem die Leistung erhöht wird.

Strom, statt Benzin

Nach dem Bau der ersten Solaranlage war mir recht schnell klar, dass man mit Strom eigentlich alles machen kann. Heizen, kühlen und Mobilität.
Der erste Gehversuch meiner E-Mobilität war das E-Bike. Erst der Selbstbau eines E-Bikes, dann ein neues E-Pedelec.

Wegen Knieproblemen und auch etwas Bequemlichkeit folgte ein E-Moped. Ein schicker kleiner Roller, welcher 5 Blei-Gel Akkus verbaut hat. Mit seinen 2000W ist er recht flott und trotz der Anmeldung eines Kennzeichens, absolut günstig im Verbrauch. Klar, die Tankstelle mit Ökostrom ist daheim. Kein Lärm, kein Gestank.

Warum? Und was würde ich heute anders machen?

Not macht erfinderisch und man geht dann auch mal neue Wege. Die Frage nach dem Warum ist schnell erläutert: kein Stromanschluss in meiner Garage! Zuvor bin ich mit der Photovoltaik höchstens bei kleinen Basteleien in Berührung gekommen.

Ich würde beim Neubau meiner Photovoltaikanlage nun etwas anders rangehen. Zum Einen würde ich von Beginn an auf komische Basteleien verzichten. Allem voran Lüsterklemmen, dünne Kabel oder Verzicht auf Sicherungen. Ja, ich bin da Mister Kurzschluss und ein Lichtbogenschweißer. Sicherheit ist die Mutter der Porzellankiste. Bisher ist nichts Schlimmes passiert, aber mein Schuppen war schon öfters erhellt und sicher dachten die Nachbarn, dass ich Schweiße.
Zum Anderen würde ich gleich ordentliche Technik kaufen. Für 20% mehr Geld gibt es oft 100% bessere Laderegler oder Wechselrichter. Dicke Kabel haben weniger Verluste und eine 24V Anlage hat deutlich mehr Vorteile als 12V. Je größer die Anlage, desto höher sollte auch die Systemspannung sein.
Auch würde ich nur bedingt wieder eine Inselanlage bauen. Ein Batterie-Einspeisewechselrichter wäre wirklich sehr viel vorteilhafter. Thema Balkonkraftwerke.

Am Ende des Tages zählt das Lernen aus Fehlern. Später ist man immer klüger und daher zeige ich dir auf meiner Webseite Problemlösungen und Anleitungen. Fehler sind normal und nicht immer schlecht. Du darfst sie nur kein Zweites mal machen.

Wie das ganze mit meiner Photovoltaikanlage weiter geht, siehst du in den kommenden Themen hier auf Wohnen-Heimwerken.

Schreibe mir bitte auch deine Erfahrung, Probleme oder Wünsche.
Nach bestem Wissen und Gewissen.
Sonnige Grüße, dein Marcus

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Lars Braun am 27.12.2019#1
Die gleichen Erfahrungen habe ich auch machen müssen. Mehr Photovoltaik kostet einen Bruchteil und der Sparfaktor ist um so höher.
750 Watt zu den 3,4kW nachgerüstet und über den Winter gekommen!!!! Speicherkapazität ist aber nie zu klein und darf immer mehr sein
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