Erstellt von Marcus | 25.05.2018
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E-Bikes sind In und unterstützen beim fahren. Anhand der Erfahrungen mit meinem Elektrofahrrad, schaue ich mir mal die Kosten an. Ebenfalls soll es in diesem Beitrag um den Verbrauch und der Berechnung des Akkus in Wh gehen.

Moderne Kleinwagen, also Benzinbetriebene Fahrzeuge, verbrauchen zwischen 5 und 7 Liter Benzin. Das sind also etwa 7 bis 10 Euro pro 100km Fahrstrecke. Im Grunde nicht viel, schleppt man doch meist mehr als eine Tonne Blech mit sich rum. Aber, Benzinfahrzeuge stinken mich, im wahrsten Sinne des Wortes, an. Ich bin Kfz Mechatroniker und fahre neben meinem Toyota Corolla auch ab und an meinen alten Chevy Camaro. Ich mag Autos - aber die alternative Elektro benötigt noch etwas Zeit zum wachsen. Ganz anders sieht das im Haushalt aus. Deine Kaffeemaschine läuft nicht mit Benzin, sondern Strom. Wir sind von Strom umgeben. Das Smartphone, der PC, Uhren usw. Toll, wenn man einen Teil des Stroms selbst produzieren kann. Mit einer kleinen Insel Solaranlage ist das auch für die kleinste Wohnung möglich.
Da ich den Stinkern nun den Kampf ansage, bin ich auf das Fahrrad umgestiegen. Durch Knieprobleme und auch etwas Faulheit, habe ich mein rund 15 Jahre altes Fahrrad auf Elektro umgebaut. Übrigens - für unter 100 Euro! Nun fahre ich eine Weile damit und lade fast ausschließlich an meiner Solaranlage am selbstgebauten Ladegerät.

Update 17.02.2019:
Vom selbstgebauten E-Bike bin ich umgestiegen und habe mir ein komplett neues E-Bike für etwa 900 Euro geleistet. Meinen ersten Bericht liest du hier: Mein E-Bike: Zündapp Pedelec

Der nachfolgende Bericht spiegeln die Erfahrungswerte bei dem alten selbstbau E-Bike wider.

 Eigenbau E-Bike: Das 100 Euro Pedelec  Ich habe rund 100 Euro für die Umrüstung zum Pedelec ausgegeben. Es fährt rund 30 km rein elektrisch und Waldwege sind passierbar. Also: altes Fahrrad umrüsten! © Wohnen-Heimwerken.de

Eigenbau E-Bike: Das 100 Euro Pedelec
Ich habe rund 100 Euro für die Umrüstung zum Pedelec ausgegeben. Es fährt rund 30 km rein elektrisch und Waldwege sind passierbar. Also: altes Fahrrad umrüsten!

 E-Bike: Zündapp Green 4.5 mit Heckmotor  Mein Zündapp E-Bike mit Heckmotor und Gepäckträgerakku. © Wohnen-Heimwerken.de

E-Bike: Zündapp Green 4.5 mit Heckmotor
Mein Zündapp E-Bike mit Heckmotor und Gepäckträgerakku.

Themenreihe E-Bike:Zeit, eine Bilanz zu ziehen. Auch mit der Stromrechnung und der Akkugröße.

Inhaltsverzeichnis:

Elektrofahrrad: Es fährt...ein Stückchen

Nun fahre ich doch schon eine Weile mit meinem Elektrofahrrad. Auf Arbeit, durch den Wald und vor allem dahin, wo man eben nicht mit dem Auto hinkommt. Mein E-Bike ist selbstgebaut und ich nutze drei 12V 7,2Ah AGM Bleiakkus. Für mich das beste Preis-/Leistungsverhältnis. Die Ladezyklen (meist rund 500) passen ebenfalls. Zwar benötigt man mehr Platz als bei der Lithium Ionen Technologie, aber man ist deutlich günstiger. Schließlich kostet ein Akku (es werden 3 oder 4 benötigt) unter 20 Euro. Li-Ios Akkus für Fahrräder kosten oft zwischen 300 und 800 Euro. Auch ist Lithium ein seltenes Metall (Alkalimetall) mit aufwendiger Herstellung.

Schaltet man die drei 12V Akkus in Reihe, so addiert sich die Spannung. Die Kapazität bleibt dann hingegen gleich. Mein Fahrrad fährt also mit 36 Volt und 7,2Ah. (Info: Reihenschaltung / Parallelschaltung)


Doch, wie lang kann man mit dem Elektrofahrrad fahren?
Bei mir sind es rund 30km, bis die Akkus schwach werden. Nutzt du Li-Ion Technik, sind diese apprupt alle.
Alle Akkus lade ich bis ca. 13,8V. Am Ende einer 30km langen Fahrt sind geradenoch 12,0V bis 12,5V vorhanden. Da ist der Akku schon relativ leer und hat kaum noch richtig Leistung. Dabei trete ich viele Berge mit und der Motor hat lediglich 250 Watt.
Vermeiden sollte man die Tiefentladung - das schadet dem Akku und die Lebensdauer sinkt rapide ab. Die Lebensdauer solcher Akkus ist meist mit bis zu 5 Jahren angegeben.
Du siehst also, 7,2Ah können gar nicht ganz genutzt werden.

Für unsere nachfolgende Rechnung der Stromkosten, nehmen wir aber 7,2Ah als Grundlage. Wenigstens wird es keine Schönrechnung.

Wattstunde (Wh) berechnen - und was kostet der Strom aus der Steckdose?

Mit Ah (Amperestunden) der Akkus können wir keinen Strompreis berechnen. Wir benötigen die Wh (Wattstunden).

Amperestunden (Ah) x Volt (V) = Wattstunden (Wh)

Für meine drei 12V 7,2Ah Akkus lautet die Rechnung:
3 x 12V = 36V x 7,2Ah = 260 Wh

Möchte man die Stromkosten fürs Nachladen rechnen, benötigen wir die kWh, also Kilowattstunden. Unsere Wattstunden müssen wir also mit 1000 dividieren:
260 Wh : 1000 = 0,260 kWh

Runden wir den Strompreis auf 30 Cent pro kWh, ist unsere Rechnung:
0,30 Euro x 0,260 kWh = 0,08 Euro (aufgerundet).

Klar, wir fahren den Akku zwar nie leer, aber dies ist auch nur eine mathematische und theoretische Rechnung. Genauer geht das natürlich mit einem Stommessgerät, welches zwischen Ladegerät und Netzsteckdose gesteckt wird.

Zur Berechnung fehlt aber noch die gefahrenen Kilometer. Bei mir sind dies etwa 30km, bis ich nachladen muss. Wollen wir die Stromkosten pro 100km, rechnen wir:
100km : 30km x 0,08 Euro = 0,267 Euro pro 100 km
Also unter 30 Cent!

Lohnt eine Solaranlage als Ladestation?

Zum Thema Amortissation, Effektive Ausrichtung und Co, habe ich bereits einige Artikel geschrieben.
Das Elektrofahrrad selbst kostet wie du siehst, nur sehr wenig Strom. Eine Solaranlage extra fürs E-Bike zu bauen, erachte ich nicht als sinnvoll. Hat man 3 Fahrräder oder mehr in der Familie zu laden, könnte es schon eher lohnen. Ansonsten ist der Strom aus der Steckdose einfach zu günstig und 230V Ladegeräte gibt es ebenfalls recht günstig.

Die richtige Dimension der Solaranlage ist extrem wichtig. Da ich nun täglich mit dem Elektrorad gefahren bin (rund 25-30km) und täglich nachgeladen habe, ging der Akkustand der Solaranlage deutlich runter. Vor allem als nun eine Woche Regenzeit war. Aber, da fährt man auch kaum Fahrrad. Interessanter wird es dann, wenn ein Elektroauto geladen werden muss. Mit Solarstrom, versteht sich.



 Mit dem E-Bike durch den Wald  Für Motorfahrzeuge gesperrt? Klar, aber Elektromotoren dürfen! Mit meinem E-Bike ging es in den letzten 3 Wochen rund 100 km durch den Wald. Und es fährt und fährt. © Wohnen-Heimwerken.de

Mit dem E-Bike durch den Wald
Für Motorfahrzeuge gesperrt? Klar, aber Elektromotoren dürfen! Mit meinem E-Bike ging es in den letzten 3 Wochen rund 100 km durch den Wald. Und es fährt und fährt.

Fazit: Und mein E-Bike lohnt sich

Fahrrad fahren hält fit und man bekommt noch mehr von der Natur und Umwelt mit. Da ich mein Rad für den Arbeitsweg nehme, muss ich nicht das 1 Tonnen schwere Blech auf 4 Rädern bewegen - teuren Benzin verbrauchen und die Umwelt durch Lärm und Abgabe belästigen. Für mich war der Versuch bisher ein voller Erfolg - und mal schauen, wielang der Nabenmotor und die Akkus halten. Ich denke aber, dass es deutlich günstiger als der Autoverschleiß ist! Getankt wird also daheim.


Selbstbau Pedelec - Anleitungen:
Teil 1: Vorüberlegungen und Teile für den Umbau zum Pedelec
Teil 2: Akkuträger bauen, Drehzahlregler für den Motor

Die Bauanleitung meines E-Biks sind noch nicht fertig. Werden dann aber nach und nach hier verlinkt. Speichere dir also diese Seite.

Und wie gehst du mit dem Thema E-Bike und Stromfahrzeuge um? Schreib es in die Kommentare!
Nach bestem Wissen und Gewissen.
Sonnige Grüße, dein Marcus
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