Erstellt von Marcus | 09.09.2019
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Im ersten Teil der mobilen Powerstation haben wir uns Gedanken über die Funktionen gemacht und bereits die benötigten Bauteile besprochen. Nun bauen wir das Gehäuse. Kompakt, aber ausreichend dimensioniert.

Inhaltsverzeichnis zum mehrteiligen Themas "mobile Powerstation selbst bauen":Wer neu gerade in diesen Beitrag einsteigt, der kann hier die fertigen Produkte ansehen, die es bei Amazon gibt. Ist natürlich nur eine kleine Auswahl. Zeigt aber, was wir hier bauen. Ich verweise zugleich auf den Startbeitrag der mobilen Powerstation.




Anforderungen an das Gehäuse:
Unser Akkupack, welches wir im letzten Beitrag gebaut haben, benötigt eine stabile und mobile Box. Ein Gehäuse was den Akku sicher verstaut und noch Platz für die vielen anderen Bauteile bietet.

Ich habe mein Gehäuse in drei Bereiche unterteilt:
  • Akku-Fach
  • Kabel-Fach
  • Schaltungsbereich
 Powerstation Box Modell  Unterteilung der einzelnen Bereiche. Hier als Modell zum besseren Verständnis. © Wohnen-Heimwerken.de

Powerstation Box Modell
Unterteilung der einzelnen Bereiche. Hier als Modell zum besseren Verständnis.

Grundgerüst und Bau des Akkuschachts

Bilder sagen mehr als 1000 Worte.
 Power-Station: Der Akku sollte nicht in der Box klappern  Den Akkupack habe ich außermittig platziert, da hier noch ein Staufach entstehen soll. Wenn alles passt, werden alle Bauteile angeleimt und zusätzlich verschraubt. © Wohnen-Heimwerken.de

Power-Station: Der Akku sollte nicht in der Box klappern
Den Akkupack habe ich außermittig platziert, da hier noch ein Staufach entstehen soll. Wenn alles passt, werden alle Bauteile angeleimt und zusätzlich verschraubt.

 Power-Station: Gerüst bauen  Sägen wir uns die ersten Teile zurecht. Bohre und senke die Leisten vor, um diese dann ordentlich verschrauben zu können. So wird das ganze stabil und das Holz reißt nicht. © Wohnen-Heimwerken.de

Power-Station: Gerüst bauen
Sägen wir uns die ersten Teile zurecht. Bohre und senke die Leisten vor, um diese dann ordentlich verschrauben zu können. So wird das ganze stabil und das Holz reißt nicht.

 Power-Station: Akkuschacht und Zwischenboden  Das mittlere Deck bekommt Leisten mit Nut. Wichtig ist der Abstand zum Akku - beachte das man den Akku noch herausziehen können muss. © Wohnen-Heimwerken.de

Power-Station: Akkuschacht und Zwischenboden
Das mittlere Deck bekommt Leisten mit Nut. Wichtig ist der Abstand zum Akku - beachte das man den Akku noch herausziehen können muss.

 Power-Station: Oberes Deck  Flache Leisten konnten hier eingeschoben werden und alle Stöße sind verleimt. So separieren wir sicher das Akkufach von der Elektronik. Im Falle das unsere Box mal umfällt, zerstört kein fliegender Akku die anderen elektronischen Bauteile. © Wohnen-Heimwerken.de

Power-Station: Oberes Deck
Flache Leisten konnten hier eingeschoben werden und alle Stöße sind verleimt. So separieren wir sicher das Akkufach von der Elektronik. Im Falle das unsere Box mal umfällt, zerstört kein fliegender Akku die anderen elektronischen Bauteile.

Erläuterung zu den Bildern:
Haben wie unser Akkupack, sind inneren Mindestmaße bereits vorgegeben. Beachte beim Bau, das wir mehr Platz benötigen. Hinter den Akkus soll ein Kabelfach entstehen, wodurch unser Gehäuse länger werden muss. Über den Akkus soll ein separater Raum für die Elektronik entstehen. Dort bringen wir auch den Wechselrichter unter.



Ich habe alle einzelnen Holzteile miteinander verleimt und, als der Holzleim fest war, verschraubt. Denn wird das ganze doch mal nass oder fällt runter, geht vielleicht der Holzleim auseinander. Dies passiert weniger, wenn zusätzlich verschraubt wurde. Bohre hier vor und versenke die Schrauben (Senkbohrer), um ein splittern zu vermeiden. Spätestens wenn Holz trocknet, reißt es wenn nicht vorgebohrt wurde.

Es ist sinnvoll die Box noch nicht so verkleiden, sondern das Grundgerüst vorerst zu lassen.

Gerüst- vs. Plattenkonstruktion:
Du könntest dein Gehäuse entweder als Gerüst bauen und später mit Holzplatten verkleiden. Oder du nutzt gleich nur Platten. Ich bin Kfz-Mechaniker und kenne die Vorteile von Fahrzeugen mit Leiterrahmen. Aus Stabilitätsgründen und auch Erweiterungsmöglichkeiten bietet sich zumeist die Rahmenbauweise an.

Gehäuse Seite 1: Solarmodul-Klappvorrichtung

Auf einer Seite des Gehäuses sollen Solarmodule ihren Platz finden. Ich habe daher die kompletten Maße an einer Seite der Box für Solarzellen angedacht. Die richtigen Solarplatten suchen wir uns erst im nächsten Teil 3 dieses Beitrages. Es gibt diese aber in vielen verschiedenen Abmaßen und Leistungswerten.

 mobile Powerstation: Solarmodul-Seite  Eine komplette Seite für die Solarmodule. Das ganze soll klappbar sein. © Wohnen-Heimwerken.de

mobile Powerstation: Solarmodul-Seite
Eine komplette Seite für die Solarmodule. Das ganze soll klappbar sein.

 mobile Powerstation:  Solar Klappvorrichtung  Damit die Solarmodule zur Sonne ausgerichtet werden können, muss das ganze ausklappbar sein. © Wohnen-Heimwerken.de

mobile Powerstation: Solar Klappvorrichtung
Damit die Solarmodule zur Sonne ausgerichtet werden können, muss das ganze ausklappbar sein.

Die Klappvorrichtung ist aus dünnen Buchenholz gefertigt. Das kennst du sicher aus verschiedenen anderen Beiträgen von mir. Beispiel: 6V Mini-Solaranlage.

Als Scharnier habe ich einfach 120mm Holzschrauben genutzt, die soviel Freigewinde haben, wie das Holz stark ist. So sparst du dir teuere Scharniere und baust dir selbst ein simples.

Gehäuse Seite 2: Licht-Seite

Die nächste Seite wird für Licht genutzt. Zum einen ein Flutlicht mit weißen LEDs. Das sind die normalen Streifen-LEDs, wie ich diese in vielen anderen Projekten bereits verwendet habe. Z.b. bei meiner Solar Garagen-Beleuchtung oder der 3. Hand Lötvorrichtung.

 mobile Powerstation: Licht-Seite  Wir wollten ein LED Flutlicht, sowie eine Notbeleuchtung integrieren. Flutlicht besteht aus zwei Streifen weißer 12V LEDs. Darunter ein kleiner Streifen mit 3 gelben 12V LEDs. © Wohnen-Heimwerken.de

mobile Powerstation: Licht-Seite
Wir wollten ein LED Flutlicht, sowie eine Notbeleuchtung integrieren. Flutlicht besteht aus zwei Streifen weißer 12V LEDs. Darunter ein kleiner Streifen mit 3 gelben 12V LEDs.

 mobile Powerstation: LED Platine bauen  Wie erwähnt 2 LED Streifen mit weißen LEDs als Flutlicht. Darunter 3 sparsame gelbe LEDs. Die kleinen Löcher sind zum anschrauben an das Gehäuse, das große für unsere Kabel. Die Winkel sind unterschiedlich und zweckentsprechend. © Wohnen-Heimwerken.de

mobile Powerstation: LED Platine bauen
Wie erwähnt 2 LED Streifen mit weißen LEDs als Flutlicht. Darunter 3 sparsame gelbe LEDs. Die kleinen Löcher sind zum anschrauben an das Gehäuse, das große für unsere Kabel. Die Winkel sind unterschiedlich und zweckentsprechend.



Wichtig hierbei war mir der Winkel. Die gelben LEDs sollen nach unten Strahlen, sodass man auch eine Tischbeleuchtung hat. Die weißen LEDs sind als kleines Flutlicht gedacht. Das ganze sollte natürlich ordentlich an das Gehäuse geschraubt werden. Leimen würde ich hier nicht, um dieses Teil auch mal ausbauen zu können.

Gehäuse Seite 3: Bedienteil, Wechselrichter und Kabelfach

Im unteren Teil sitzt unser Akku. Durch ein Holz wird das verrutschen zum Kabelfach verhindert. Im Kabelfach selbst können Klemmen unter gebracht werden. Die Klappe bauen wir dazu aber erst, wenn es am Ende um die Verkleidung unserer Power-Station geht.
Der obere Teil wird unser Bedienteil. Hier werden (im Teil 3 folgend) die Schalter, Stecker und Voltmeter untergebracht. Provisorisch habe ich bereits meinen kleinen 150W Wechselrichter eingebaut. Wichtig ist auch hier das diese Platte (Sperrholz) abnehmbar ist, denn so können Schalter-Löcher usw. im ausgebauten Zustand nachträglich schon ausgeschnitten werden.

 mobile Powerstation: Bedienseite mit Wechselrichter  Die nächste Seite unserer Powerstation. Im oberen Teil eine Sperrholzplatte. Hier ist bereits der Wechselrichter mit der 230V Steckdose (2-polig) integriert. Später folgen Schalter und Voltmeter. Unten drunter siehst du das Kabelfach. © Wohnen-Heimwerken.de

mobile Powerstation: Bedienseite mit Wechselrichter
Die nächste Seite unserer Powerstation. Im oberen Teil eine Sperrholzplatte. Hier ist bereits der Wechselrichter mit der 230V Steckdose (2-polig) integriert. Später folgen Schalter und Voltmeter. Unten drunter siehst du das Kabelfach.




Bei meinen oder die obig vorgestellten Wechselrichter haben eine Multisteckdose. Da passen nicht nur unsere 2-poligen Stecker, sondern auch viele Stecker aus anderen Ländern. Beachte, dass dieser in meinem Fall keinen Schutzkontakt hat!

Und die 4. Seite? Das ist unser Akkufach selbst! Hier bietet sich im oberen Bereich noch Platz. Vielleicht werde ich dort Ladestecker unterbringen - oder das Logo von Wohnen-Heimwerken.de ! :) (Schreibs mir in den Kommentaren).

Und so geht das ganze weiter..

Im 3. Teil geht es um die Elektronik. Wir verbinden die bereits oben erwähnten Bauteile miteinander und werden noch ein paar Dinge einbauen. Der nächste Teil wird hier wieder verlinkt und erschneint noch im Januar 2019.
Bis dahin darfst du gern deine Meinung in den Kommentaren abgeben. Vielleicht hast du auch eine Idee welche Farbe meine Powerstation erhalten sollte. Ich wäre für grün, was sagst du?

 Powerstation: Bedienteil mit Kabelfach  Ein kleines Türchen schützt den Wechselrichter und das Bedienteil. Im unteren Teil ist das (in diesem Bild noch nicht fertige) Kabelfach. Hier soll ein externes Solar-Ladekabel, ein paar Krokodielklemmen, sowie ein USB Ladekabel zum herausnehmen drin liegen. © Wohnen-Heimwerken.de

Powerstation: Bedienteil mit Kabelfach
Ein kleines Türchen schützt den Wechselrichter und das Bedienteil. Im unteren Teil ist das (in diesem Bild noch nicht fertige) Kabelfach. Hier soll ein externes Solar-Ladekabel, ein paar Krokodielklemmen, sowie ein USB Ladekabel zum herausnehmen drin liegen.

Nach bestem Wissen und Gewissen.
Sonnige Grüße, dein Marcus

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Neuste Kommentare erscheinen oben. Kommentare sind Meinungen der Nutzer.
Marcus am 10.07.2019#4
Hallo Michael, danke für dein positives Feedback.
Zum einen sind die Akkus einfacher USV Standart und günstig, zum anderen ist die Bauhöhe sehr gering. Und zudem habe ich 6 Stück davon rumfliegen, sodass 3 Stück für mich das ideale Maß waren. Mehr Gründe gibt es nicht und besser ist das nicht unbedingt. Bedenkt man, dass man alle parallel schalten muss.
Ein Zellenausgleich wird über eine höhere Spannung (um die 15 Volt oder etwas mehr) erreicht. Es ist also egal wieviele Bleiakkus parallel geschaltet werden - je nachdem, wie viel Akkuleistung man gern hätte.

Wünsche dir einen tollen Abend und immer sonnige Grüße,
Marcus
Michael Mayer am 10.07.2019#3
Hallo und Danke für diesen tollen Bericht. Ich frage mich nur, warum drei Batterien und nicht eine Größe genommen wurde. Hat die Benutzung von drei Batterien einen Vorteil?
Danke im voraus.
Mit freundlichen Grüßen,
Michael Mayer
Marcus am 09.03.2019#2
Hallo Andy,
eine wirklich gute Idee bzgl. Farbe und der fertigen Holzkiste. Was findet sich denn in deiner Powerstation? Was hast du dort verbaut?
Toll, endlich jemand der auch soetwas selbst baut.
sonnige Grüße, Marcus
Andy Wenzel am 09.03.2019#1
Du hast nach der Farbe gefragt. Grüner Strom.. grün muss deine Station werden!
Habe das nachgebaut und kein Gehäuse selber gebaut. In Baumärkten gibt es Klappboxen aus Holz mit Deckel. Für 10 Euro ist man fertig uns spart sich Selbstbau.
Andy
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